Mittwoch, 7. Juni 2023
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DRV: erwartet nur noch durchschnittliche Getreideernte

Berlin. (drv) Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) geht in seiner jüngsten Ernteschätzung nur noch von einer durchschnittlichen Getreideernte in Höhe von gut 47,7 Millionen Tonnen aus. Dieser Wert liegt etwa zwei Millionen Tonnen unter der Prognose im Mai und gut acht Prozent unter dem Rekordergebnis 2014 mit 52 Millionen Tonnen. Grund ist das in weiten Teilen Deutschlands anhaltend trockene, warme Wetter. In vielen Regionen ist zu wenig Niederschlag gefallen. Dort leiden die Getreidebestände teils sehr deutlich unter Trockenstress. Nur im äußersten Norden und Süden der Bundesrepublik ist die Wasserversorgung noch insgesamt in Ordnung. Sollte in der nächsten Zeit kein ergiebiger Regen fallen, sind weitere Einbußen zu befürchten. Die gesamte deutsche Weizenernte wird gegenwärtig mit knapp 25,8 Millionen Tonnen deutlich unter dem Vormonatsniveau und dem Vorjahreswert von knapp 27,8 Millionen Tonnen prognostiziert. Bei Wintergerste erwartet der DRV nunmehr knapp 8,6 Millionen Tonnen nach knapp neun Millionen Tonnen im Mai. Beim Roggen wird mit einer Erntemenge von derzeit knapp 3,5 Millionen Tonnen gerechnet. Bei der Sommergerste geht der DRV von knapp zwei Millionen Tonnen aus. Dieser Wert liegt trotz einer größeren Anbaufläche um gut fünf Prozent unter dem Wert des Vorjahrs. Die Maisernte wird derzeit mit knapp 4,7 Millionen Tonnen bewertet. Dies ist ein Minus im Vergleich zum Vorjahr von gut neun Prozent. Europa- und weltweit wird eine insgesamt überdurchschnittliche Getreideernte erwartet. Dem gegenüber steht eine kontinuierlich wachsende Nachfrage, besonders in Nordafrika und Asien. Der DRV legt seine nächste Ernteschätzung Mitte Juli vor.

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