Donnerstag, 29. Februar 2024
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DRV: erwartet überdurchschnittliche Getreideernte

Berlin. (drv) Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) erwartet wegen der anhaltend guten Witterungsbedingungen eine überdurchschnittliche Ernte von 48,3 Millionen Tonnen Getreide. Der Wert übersteigt das Ergebnis des Vorjahrs von 47,8 Millionen Tonnen leicht. Die Weizenernte schätzt der DRV auf 25,1 Millionen Tonnen. Bei Wintergerste erwartet der DRV bei einer geringfügig gestiegenen Anbaufläche weiter mit knapp 8,7 Millionen Tonnen eine etwas höhere Menge als zum Vorjahr (8,4 Millionen Tonnen). Beim Roggen rechnet der DRV nach wie vor mit 3,8 Millionen Tonnen. Dies ist gegenüber 2013 ein Rückgang um nahezu 20 Prozent – analog zu einem deutlichen Rückgang bei der Anbaufläche. Bei Sommergerste prognostiziert der DRV – bei einer Anbaufläche auf Vorjahresniveau – eine Erntemenge von gut 1,9 Millionen Tonnen. Dies wäre nur ein leichter Rückgang zum Vorjahr von knapp zwei Prozent. Beim Raps erwartet der Verband bei einer Anbaufläche von 1,45 Millionen Hektar derzeit eine Erntemenge leicht über Vorjahresniveau von gut 5,9 Millionen Tonnen. Der Entwicklungsvorsprung der Getreide- und Rapsbestände beträgt nach wie vor im Schnitt zwei Wochen. Die ersten Erntearbeiten in Deutschland werden wohl bald beginnen. Global wächst nach aktuellen Prognosen eine Getreideernte heran, die mengenmäßig leicht hinter dem Rekordergebnis 2013 zurückbleibt. Der Verband erwartet, dass Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht stehen. Auch für Weizen wird global eine ausgeglichene Bilanz erwartet. Ob sich allerdings diese Schätzungen bestätigen, bleibt abzuwarten. Hier kommt einmal mehr dem weiteren Witterungsverlauf entscheidender Einfluss zu. Für die Vermarktung von deutschem Weizen, vor allem im Export, wird im kommenden Jahr nicht nur der Wechselkurs zum US-Dollar, sondern auch das Angebot in anderen wichtigen Anbauregionen von Bedeutung sein. Mit großer Aufmerksamkeit schaut der DRV auf die Schwarzmeerregion und besonders die Ukraine.

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