Dienstag, 18. Juni 2024
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DRV: gibt erste Ernteschätzung 2014 ab

Berlin. (drv) Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) erwartet eine leicht überdurchschnittliche Getreideernte von etwa 47,0 Millionen Tonnen. Damit würde das Vorjahresergebnis von 47,8 Millionen Tonnen leicht unterschritten. Die erste Schätzung des Verbands in diesem Jahr stützt sich auf bereits veröffentlichte Daten zu den Aussaatflächen für Wintergetreide im Herbst 2013 sowie eigene Einschätzungen zur Frühjahrsaussaat 2014 und zu den Erträgen. Die Weizenernte wird derzeit mit 24,6 Millionen Tonnen leicht unter Vorjahresniveau prognostiziert. Bei Wintergerste erwartet der DRV trotz leicht gestiegener Anbaufläche mit gut 8,4 Millionen Tonnen eine konstante Erntemenge. Beim Roggen wird aufgrund der deutlich eingeschränkten Anbaufläche (minus 16,7 Prozent) mit einem Mengenrückgang im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel auf 3,7 Millionen Tonnen gerechnet. Ausschlaggebend für den geringeren Roggenanbau war der Preisverfall nach der Ernte 2013 aufgrund eines hohen Mengendrucks am Markt. Für die Entwicklung der Anbaufläche von Sommergetreide ergibt sich ein heterogenes Bild. Während der DRV bei Sommergerste einen deutlichen Flächenzuwachs von gut zehn Prozent auf knapp 400.000 Hektar erwartet, rechnet der Verband beim Mais mit einer Anbaufläche wie im Vorjahr. Aufgrund des anhaltend milden Wetters mit nur einer starken Frostperiode in weiten Teilen Deutschlands haben die Getreidebestände das Winterhalbjahr ohne nennenswerte Schäden überstanden. Das zeitig einsetzende Frühjahr hat dazu geführt, dass die Aussaat bereits begonnen hat, in diesem Jahr so früh wie selten zuvor. Insgesamt geht der DRV von einem Vegetationsvorsprung von drei bis vier Wochen aus.