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Dunkin’ Donuts: Sanierung abgeschlossen

20170816-DOUGHNUTS

Berlin. (eb / wcp) Sie erinnern sich: Die S+C International Deutschland GmbH und die WILL Coffee GmbH hatten am 31. Juli 2017 vor dem Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz angemeldet. Das Gericht hat daraufhin am 01. Oktober die Insolvenzeröffnung über die Vermögenswerte der genannten Unternehmen beschlossen und den Sanierungsexperten Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger zum Insolvenzverwalter bestellt. Der meldet nun Vollzug wie folgt:

Die Geschäftsbetriebe der Dunkin’ Donuts-Franchisenehmer, der S+C International Deutschland GmbH und der WILL Coffee GmbH, sind saniert. Alle Arbeitsplätze (etwa 220) konnten erhalten bleiben. Nach rund achtmonatiger Betriebsfortführung sowie Sanierung mittels verfahrensbegleitender Insolvenzpläne konnte White + Case Partner Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger die Geschäftsbetriebe an die saudi-arabische Shahia Food Limited Company verkaufen.

Die verfahrensbegleitenden Insolvenzpläne waren erforderlich, um die Geschäftsbetriebe als Ganzes – insbesondere die betriebsnotwendigen Mietverträge für die Filialen – auf einen Investor übertragen zu können. Gemäß den durch das ESUG eingeführten Regelungen der §§ 225a Abs. 3, 254a Abs. 2 InsO kann durch den Insolvenzplan nunmehr jede Regelung getroffen werden, die gesellschaftsrechtlich zulässig ist. Die Geschäftsbetriebe wurden daher im Wege einer Ausgliederung zur Aufnahme nach dem Umwandlungsgesetz auf zur Insolvenzmasse zählende Tochtergesellschaften übertragen. Die Geschäftsanteile an den beiden aufnehmenden Gesellschaften hat der Insolvenzverwalter sodann an die Shahia Food Limited Company veräußert. Die Shahia Food Limited Company mit Sitz in Riad wurde im Rahmen eines strukturierten M+A-Prozesses als Investor zur Übernahme und Fortführung der schuldnerischen Geschäftsbetriebe ausgewählt. Die Unternehmensgruppe betreibt bereits rund 350 Dunkin’ Donuts Filialen in Saudi-Arabien und Bahrain und expandiert mit der vorliegenden Investition nach Europa.

Die Käuferin übernimmt insgesamt 22 Filialen sowie die Produktionsstandorte der Schuldnerinnen in Berlin und Leipzig sowie in Nordrhein-Westfalen. «Über den Sanierungserfolg durch den Verkauf an die Shahia Food Limited Company bin ich sehr froh», sagt Schulte-Kaubrügger. «Nach umfangreichen Verhandlungen mit diversen nationalen und internationalen Bietern freue ich mich, mit der Shahia-Gruppe einen finanzstarken und strategischen Investor gefunden zu haben, der wirtschaftlichen Erfolg und eine langfristige Weiterführung der Geschäftsbetriebe verspricht. Die Zustimmung aller Gläubiger im Rahmen der Insolvenzplanverfahren ist für mein Team und White + Case besonders erfreulich».