Samstag, 18. September 2021
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Edeka Südbayern: Backstube Wünsche kann nicht zum Wachstum beitragen

Gaimersheim. (esb) 2020 war ein Jahr der Extreme: Hygienekonzepte, kurzfristig sich ändernde behördliche Anordnungen sowie die kontinuierliche Warenversorgung der Bevölkerung bei zeitweise massiven Nachfragespitzen stellten die Edeka Südbayern vor besondere Herausforderungen. In dem ersten Jahr der Corona-Pandemie unterstrich der genossenschaftliche Verbund erneut seine Leistungsstärke als verlässlicher Lebensmittelvollsortimenter. Tragende Säulen dabei: die 658 in höchstem Maße flexibel agierenden Edeka-Unternehmer der Region. Mit ihren inhabergeführten Super- und Verbrauchermärkten erzielten sie im Jahresverlauf auf vergleichbarer Fläche eine Umsatzsteigerung von 14,2 Prozent. «Fokussiert, verbraucherorientiert und kreativ haben unsere Edeka-Kaufleute wieder alle Register gezogen, um sich auch in Corona-Zeiten das Vertrauen ihrer Kunden zu sichern und auszubauen», resümiert der Vorstand der Edeka Südbayern, Claus Hollinger, «und effektiv unterstützt durch eine geschlossene Teamleistung im Großhandel.» 2020 betrug der Konzernumsatz 4,35 Milliarden Euro (+ 12,4 Prozent).

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«Wir haben coronabedingt in verschiedenen Bereichen Einbußen verzeichnen müssen», ordnet Claus Hollinger den in der Gesamtbetrachtung positiven Geschäftsverlauf ein. «Dies betrifft vor allem Edeka-Märkte, die normalerweise am kleinen Grenzverkehr oder am Tourismus teilhaben. Auch unsere Standorte an Flughäfen und Bahnhöfen bekamen das verminderte Reiseaufkommen deutlich zu spüren.» Zudem gab das Cash+Carry-Geschäft aufgrund der zeitweilig flächendeckenden Schließungen von Hotels und Gaststätten massiv nach. Dank eines stringenten Managements wurde das Geschäftsjahr in diesem Bereich positiv abgeschlossen.

Beste Qualität weiter im Fokus der Produktionsbetriebe

Für die Backstube Wünsche nahm der Druck im ohnehin angespannten Wettbewerbsumfeld in Zeiten von Corona noch einmal spürbar zu, so dass die Vorjahresumsätze nicht erreicht werden konnten. Die Südbayerische Fleischwaren hingegen konnte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr als stabil behaupten. Insgesamt erzielten die beiden Produktionssparten im Verbund Umsatzzuwächse von 5,6 Prozent. Ausschlaggebend für die gute Entwicklung der vergangenen Jahre ist nicht zuletzt die Ausrichtung auf beste Qualität und Regionalität. Dafür wurden die Produktionsbetriebe bereits mehrfach mit dem Bundesehrenpreis des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft ausgezeichnet – ganz aktuell vor wenigen Tagen mit dem Bundesehrenpreis 2020.

In unsicheren Zeiten über 1.000 neue Arbeitsplätze geschaffen

Auch unter den außergewöhnlichen Pandemiebedingungen tritt die Edeka Südbayern als krisenfester Arbeitgeber auf und schafft weitere Jobperspektiven: Im Großhandel sowie im Einzelhandel entstanden 2020 insgesamt über 1.000 neue Arbeitsplätze. Zugleich kam der Lebensmittelhändler seiner Ausbildungsverantwortung mit großem Engagement nach. Vergangenes Jahr wurden 50 Auszubildende mehr eingestellt als noch im Jahr zuvor. Die Zahl der jungen Leute, die gegenwärtig in den Unternehmen des Verbunds ins Berufsleben starten, stieg somit auf insgesamt etwa 800 an. Als einer der größten Arbeitgeber und Ausbilder der Region beschäftigt der Unternehmensverbund insgesamt rund 27.000 Menschen, darunter etwa 1.600 Auszubildende.

Investitionsvolumen treibt infrastrukturelle Projekte voran

Parallel zur stetig wachsenden Mitarbeiterzahl investierte der Unternehmensverbund auch im zurückliegenden Jahr konsequent in die Infrastruktur. Über 118 Millionen Euro flossen dabei in die Modernisierung und in den Ausbau des Edeka-Vertriebsnetzes, in die verbundeigene Logistik als auch in die daran geknüpften IT-Technologien. Der Rollout des Lunar-IT-Programms wird in 2021 abgeschlossen. Für die nächsten beiden Geschäftsjahre hat die Edeka Südbayern bereits zusätzliche Förderprogramme für den Einzelhandel aufgestellt – ein klares Signal zur Stärkung des südbayerischen Wirtschaftsraums, insbesondere im Kontext der andauernden Pandemiesituation.

Regionale Erzeugnisse und Bio-Produkte immer beliebter

Zugleich kommt dem Wirtschaftsstandort Bayern die immer regionaler ausgerichtete Sortimentsgestaltung der Edeka Südbayern zugute. Durch die ausgeprägte Nähe zu lokalen Landwirten und Lebensmittelproduzenten aus der Region zählt der Verbund traditionell zu den wichtigsten Vermarktern. Mit «genial REGiONAL – Gutes aus der Heimat» brachte die Edeka Südbayern vor drei Jahren ein starkes Zeichen in die südbayerischen Edeka-Märkte. Das Logo vereint lokal und regional produzierte Lebensmittel und rückt diese seither noch stärker in den Fokus. Und heimische Erzeugnisse stehen in der Verbrauchergunst besonders hoch im Kurs: Regional angebautes Obst und Gemüse als auch die regionale Eigenmarke «Edeka mein Bayern» legten im Vorjahresvergleich jeweils um 17 Prozent zu. Vergleichbar starke Wachstumswerte weisen auch Bio-Artikel auf. Bei Lebensmitteln aus kontrolliert ökologischem Anbau kletterten die Umsätze vergangenes Jahr um 30 Prozent (Foto: Edeka).