Donnerstag, 24. September 2020
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20160427-EDEKA

Edeka-Verbund: investiert weiter auf hohem Niveau

Hamburg. (ez) Der Edeka-Verbund hat sein solides Wachstum auch im Geschäftsjahr 2015 unvermindert fortgesetzt. Der Gesamtumsatz stieg um 2,7 Prozent auf 48,4 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte davon erwirtschafteten die rund 4.000 selbstständigen Edeka-Kaufleute, die ein starkes Umsatzplus von 3,7 Prozent erzielten. «Der von unseren Edeka-Kaufleuten verkörperte Mittelstand ist das Erfolgsmodell im deutschen Lebensmittel- Einzelhandel. Unsere Kaufleute sind unser Wachstumsmotor», betont Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der Edeka AG in Hamburg. «Immer mehr Verbraucher schauen nicht nur auf den Preis, sondern wollen sich beim Einkauf wohlfühlen. Der Supermarkt wird zum Marktplatz, mit regionaler Vielfalt, Service und Gastronomie. Da gehen unsere Kaufleute mit gutem Beispiel voran». Auch der 2015 deutlich verstärkte Ausbau des Bio-Segments sowie die Partnerschaft für Nachhaltigkeit mit dem WWF tragen zu dieser Entwicklung bei. Eine positive Bilanz zieht auch Netto Marken-Discount: Die Edeka-Tochter steigerte die Umsätze im Jahresverlauf um 2,8 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro und stärkte ihre Position im hart umkämpften Discount-Markt. «Für unsere modernen Marktkonzepte brauchen wir die besten Mitarbeiter», sagt Mosa. Allein 2015 hat Edeka 10.700 neue Arbeitsplätze geschaffen und bleibt größter privatwirtschaftlicher Arbeitgeber in Deutschland. Auch die Investitionen in Märkte, Logistik und Produktionsbetriebe bleiben auf hohem Niveau und sollen sich im laufenden Jahr auf rund 1,7 Milliarden Euro belaufen.

Als genossenschaftlicher Verbund steht Edeka seit mehr als 100 Jahren für die Förderung des selbstständigen Unternehmertums. Im Jahr 2015 begleitete der Verbund 82 Existenzgründer, die sich mit einem eigenen Lebensmittelmarkt selbstständig machten. Allein in den letzten fünf Jahren konnten so rund 500 neue mittelständische Existenzen aufgebaut werden. Insgesamt bietet der Edeka-Verbund ein Dach für rund 4.000 selbstständige Kaufleute, die von sieben regionalen Großhandlungen und der Edeka-Zentrale mit vielfältigen Dienstleistungen unterstützt werden. Mit ihrem Umsatzplus von 3,7 Prozent (flächenbereinigt 3,2 Prozent) auf 24,2 Milliarden Euro lagen die Edeka-Kaufleute 2015 wieder einmal deutlich über der durchschnittlichen Branchenentwicklung. Neben den knapp 6.000 von Einzelunternehmern geführten Edeka-Märkten trugen auch die mehr als 1.200 Märkte, die von den Großhandlungen in Regie betrieben werden, zum Einzelhandelsumsatz bei. Sie schlossen das Jahr mit einem leichten Plus von 0,6 Prozent (flächenbereinigt 2,2 Prozent) ab. Bundesweit wurden 2015 insgesamt 165 neue Edeka-Märkte eröffnet.

Im Discount-Segment überzeugte Netto Marken-Discount mit einem Wachstum von 2,8 Prozent (flächenbereinigt 1,9 Prozent) auf insgesamt 12,4 Milliarden Euro. Im Jahresverlauf investierte das Unternehmen mit Sitz im bayerischen Maxhütte-Haidhof massiv in die Qualität seiner Verkaufsflächen und eröffnete zudem 134 neue Filialen. Aktuell umfasst das Filialnetz 4.180 Standorte. Einen echten Mehrwert für die Kunden schaffte das Unternehmen 2015 mit der Einführung der DeutschlandCard – gemessen an den Akzeptanzstellen das größte Bonusprogramm im deutschen Lebensmittel- Einzelhandel. Auch der Markenauftritt wurde überarbeitet und präsentiert sich mit einem frischen Design in Print, Online und erstmals auch im TV.

Nachhaltiges Engagement

Seit 2012 besteht die langfristig angelegte strategische Partnerschaft für Nachhaltigkeit zwischen Edeka und dem WWF. Mit der Integration von Netto Marken-Discount im Sommer 2015 hat die Kooperation einen weiteren Meilenstein erreicht und deutlich an Wirksamkeit gewonnen. Gemeinsames Anliegen ist es, den ökologischen Fußabdruck des Edeka-Verbunds Schritt für Schritt zu reduzieren. In diesem Rahmen steigt auch die Zahl der Eigenmarkenartikel, die vom WWF anerkannte ökologische Standards erfüllen, kontinuierlich an: Mittlerweile sind es rund 400 Edeka-Artikel und rund 180 Netto-Artikel, die zusätzlich das Panda-Logo auf der Verpackung tragen.

Nachhaltigkeit und Bio gehen Hand in Hand. Die Nachfrage nach ökologisch erzeugten Lebensmitteln wächst seit Jahren. Im Oktober 2015 verstärkte Edeka seine Bio-Kompetenz durch eine umfassende Kooperation mit Alnatura, der beliebtesten Bio-Marke in Deutschland. Mittlerweile führen rund 4.400 Edeka-Märkte eine Auswahl an attraktiven Bio-Lebensmitteln und Baby-Artikeln von Alnatura. Auch die Anfang 2015 geschlossene vertriebliche Zusammenarbeit mit Veganz, dem führenden Großhändler für vegane Lebensmittel, untermauert den Anspruch von Edeka, aktuellen Ernährungstrends gerecht zu werden. Darüber hinaus investierte der Edeka-Verbund auch 2015 gezielt in den Ausbau und die Modernisierung der eigenen Produktionskapazitäten, etwa beim Fruchtsafthersteller Sonnländer in Rostock und Rötha sowie im Segment Brot- und Backwaren.

Vertikal gedacht, regional gemacht

Im Rahmen ihrer Vertikalisierungsstrategie investiert die Edeka-Zentrale in verschiedene Regionen der Republik. In der 6.000-Einwohner-Gemeinde Bleicherode können zum Beispiel pro Tag bis zu eine Million gefrostete Teiglinge für die von Netto Marken-Discount betriebenen Bake-off-Stationen produziert werden. Hier in Thüringen ist mit der Panem Backstube 2015 ein hochmoderner Produktionsbetrieb an den Start gegangen, an dem die Hamburger beteiligt sind. Von Bleicherode aus werden die Teiglinge per Tiefkühl-LKW in die 19 Regionallager von Netto verteilt. Täglich verlassen bis zu 20 Trucks das Werk im Landkreis Nordhausen. Und die Nachfrage nach hochwertigem frischen Brot und Brötchen steigt stetig, heißt es im Unternehmensbericht 2015 des Edeka-Verbunds. Mit Aufstockung der Anteile an der Panem Backstube GmbH auf nunmehr 49,8 Prozent wird diese Gesellschaft erstmals zum 31. Dezember 2015 als assoziiertes Unternehmen in den Edeka Zentrale Konzern einbezogen. Die Anschaffungskosten der Gesellschaft betrugen fünf Millionen Euro, heißt es im Finanzbericht 2015 der Edeka-Zentrale.

2015 baute die Hamburger Zentrale außerdem den unternehmenseigenen Fruchtsafthersteller Sonnländer weiter aus. «Wir haben in einem Werksleitkonzept die notwendigen Investitionen definiert, um die Sonnländer-Standorte optimal für die Versorgung des Verbunds auszurichten», so der Vorstandsvorsitzende der Edeka AG Markus Mosa. Während in Rötha bei Leipzig seit Frühjahr vergangenen Jahres eine zusätzliche PET-Abfüllstraße unter Volllast läuft, erfolgte am Standort Rostock die Modernisierung und Erweiterung der Kartonverpackungskapazitäten sowie der Bio-Obst-Plantage. «Unser Ziel war die klare Trennung beider Formate zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit», erklärt Mosa das Vorgehen. In Sachsen laufen seither ausschließlich PET-Gebinde über die Bänder, an der Warnow sind es Kartons und Glasflaschen.

Was im Fruchtsaft-Segment dynamisch heranwächst, genießt in der Welt der Weine bei Edeka bereits jahrzehntelange Tradition. Eigenmarken des verbundeigenen Weinkontors sind feste Größen in den Weinabteilungen der Edeka-Kaufleute. Und die Rheinberg Kellerei in Bingen gilt in den eigenen Reihen als verlässlicher Lieferant von Qualitätsweinen und effiziente Logistikplattform. Rund 400 Artikel umfasst ihr Sortiment. 2015 erhöhte das Weinkontor den Absatz auf über 215 Millionen Flaschen – ein Plus von 2,8 Prozent.

Verlässlicher Arbeitgeber

Über alle Stufen hinweg beschäftigten die Unternehmen des Edeka-Verbunds Ende 2015 rund 346.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das sind 10.700 mehr als im Vorjahr. Allein in den vergangenen drei Jahren hat Edeka rund 30.000 neue Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Nachwuchsförderung: Mehr als 6.700 junge Menschen starteten 2015 ihre Ausbildung in einem von 37 Berufsbildern. Die Gesamtzahl aller Auszubildenden lag zum Jahresende bei rund 16.800 Personen – damit ist Edeka einer der führenden Ausbilder in Deutschland (Foto: edeka.de).