Donnerstag, 18. August 2022
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Einzelhandel mit Lebensmitteln setzte überraschend mehr um

Wiesbaden. (destatis) Der Einzelhandel in Deutschland hat im Jahr 2021 nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamts (Destatis) einen neuen Rekordumsatz erwirtschaftet. Demnach erzielte der Einzelhandel 2021 real (preisbereinigt) 0,6 Prozent bis 1,2 Prozent sowie nominal (nicht preisbereinigt) 2,8 Prozent bis 3,4 Prozent mehr Umsatz als im bislang umsatzstärksten Jahr 2020. Daraus ergeben sich mittlere Vorjahresveränderungsraten von real 0,9 Prozent und nominal 3,1 Prozent.

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Die Ergebnisse der Monate Januar bis November 2021 deuten allerdings darauf hin, dass Teile des stationären Einzelhandels, etwa der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren, auch im zweiten Jahr der Corona-Krise Umsatzeinbußen hinnehmen mussten. Ursachen für den realen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat könnten bei Nicht-Lebensmitteln die Lieferengpässe im Einzelhandel sowie der starke Anstieg der Einzelhandelspreise sein.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren erzielte im November 2021 im Vergleich zum Vormonat kalender- und saisonbereinigt real 0,9 Prozent mehr Umsatz und lag 2,9 Prozent unter dem Niveau des letzten Vorkrisenmonats Februar 2020. Der Umsatz der Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte stieg gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent. Gegenüber dem Vorkrisenniveau sank der Umsatz um 0,8 Prozent. Der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln (zum Beispiel mit Obst und Gemüse, Fleisch, Backwaren oder Getränken) setzte 0,3 Prozent weniger um als im Vormonat und 0,5 Prozent weniger als im Februar 2020 (Grafik: Destatis).