Samstag, 6. März 2021
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Ernährungsindustrie: Handelsbarrieren drücken auf Ertragslage

Berlin. (bve) Die Unternehmen der Ernährungsindustrie erwirtschafteten im August 2014 mit einem Umsatzergebnis von 13,7 Milliarden Euro gut 5,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Durch sinkende Verkaufspreise im In- und Ausland sank der Branchenumsatz real noch um 5,4 Prozent. Das macht den August zum bisher wachstumsschwächsten Monat der Lebensmittelhersteller; mit ausschlaggebend ist die mäßige Produktionsentwicklung. Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex sank um 2,3 Prozent im Vorjahresvergleich. Aber auch dem Exportgeschäft als Ertragsstütze der Branche fehlten im August nötige Wachstumsimpulse, hinzu kamen zunehmende Handelsbarrieren in Drittländern wie Russland. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Lebensmittelexporte um 3,6 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Fehlendes Wachstum, steigender Wettbewerb und ein hohes Kostenniveau drücken empfindlich auf die Ertragslage der Lebensmittelhersteller, schreibt die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Das Konsumklima in Deutschland hält sich hingegen auf hohem Niveau – trotz zunehmender konjunktureller Unsicherheiten. Die Konjunkturerwartungen der Verbraucher trübten sich im Oktober nicht weiter ein und die Einkommensaussichten verbesserten sich bei guter Beschäftigungslage wieder. Stabile private Konsumausgaben können der Binnenkonjunktur wichtige Impulse geben, hier wirkt sich die geringe Teuerung positiv aus. Im September 2014 blieben die Preise für Lebensmittel und die allgemeinen Lebenshaltungskosten gegenüber September 2013 stabil. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Lebensmittelpreise um 0,9 Prozent und die Verbraucherpreise um 0,8 Prozent.