Dienstag, 1. Dezember 2020
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Essentielle Fettsäuren: So ändern sich die Gewohnheiten

Bonn. (ble) Ob als Snack, Backzutat, Brotaufstrich oder Alternative zu tierischen Lebensmitteln – der Verbrauch von Nüssen stieg innerhalb der letzten sieben Jahre von 343.000 auf 415.000 Tonnen im Wirtschaftsjahr 2018/2019 an, berichtet das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BLE). Über den Daumen gerechnet sind das gut 20 Prozent.

Pro Person entspricht das rund fünf Kilogramm im Jahr; 700 Gramm mehr als noch 2011/2012. Besonders beliebt unter den sogenannten Schalenfrüchten sind Erdnüsse (1,3 Kilogramm je Person), Mandeln (800 Gramm) und Haselnüsse (700 Gramm). Dahinter folgen Cashewkerne mit rund 500 Gramm sowie Walnüsse und Pistazien mit je rund 400 Gramm. In die Statistik zur Versorgung mit Schalenfrüchten fließen unter anderem auch Esskastanien und Kokosnüsse ein.

Deutschland hat eine sehr kleine Walnuss- und Haselnussproduktion. Deshalb müssen die meisten Schalenfrüchte importiert werden. Die wichtigsten Nussarten kommen aus Ländern wie den USA (31 Prozent), Argentinien (17 Prozent) und der Türkei (elf Prozent). Der Nettoimport an Schalenfrüchten betrug nach vorläufigen Angaben des BZL im Jahr 2018/2019 insgesamt 424.000 Tonnen.

Gemahlene Nüsse im Kühlschrank lagern

So vielfältig wie ihr Geschmack und Aussehen, so vielfältig ist auch die nussige Produktpalette: Geröstet als Knabberei, fein zerrieben als Nusscreme, Marzipan und Nougat, gepresst als Nussöl oder püriert als pflanzliche Alternative zu Milch.

Als Zutat in der Weihnachtsbäckerei sind die gehackten, gehobelten oder gemahlenen Kerne nicht wegzudenken. Nüsse sollten grundsätzlich kühl, dunkel, trocken und gut verpackt gelagert werden.

Angebrochene Verpackungen von gemahlenen oder gehackten Nüssen sollten nach Angaben des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) immer in fest verschließbaren Gefäßen kühl aufbewahrt und innerhalb von vier Wochen verbraucht werden. Denn zerkleinerte Nüsse sind durch ihre vergrößerte Oberfläche besonders angreifbar. Durch Licht, Wärme und Sauerstoff können sie schnell ranzig werden.

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Nüsse in der menschlichen Ernährung

Nüsse enthalten nur wenig Wasser, dafür viel Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Besonders wertvoll sind die ungesättigten Fettsäuren – weshalb Nussfrüchte (zum Beispiel Haselnüsse …), Steinfrüchte (Kokosnüsse …), Hülsenfrüchte (Erdnüsse …) als attraktive Alternativen zu tierischen (oft gesättigten) Fettsäuren gelten. Weitere nützliche Informationen hat das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) auf der Seite «Vom Baum bis auf den Teller» zusammengefasst (Fotos: pixabay.com).