Donnerstag, 1. Dezember 2022
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EU-Bürokratieabbau: Die beste Idee kommt aus dem Handwerk

Berlin. (zdh) Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) erhält den Preis für die beste Idee zum Bürokratieabbau in Europa. Damit zeichnet die Europäische Kommission den Vorschlag aus, Erleichterungen für Handwerksbetriebe bei der Aufzeichnung von Lenk- und Ruhezeiten einzuführen. ZDH-Präsident Otto Kentzler: «Der Preis ist eine großartige Unterstützung für unsere politische Arbeit. Die eigentliche Auszeichnung steht aber noch aus – die Umsetzung unserer Vorschläge durch die EU. Wir erwarten hier zeitnah Entlastungen für unsere Betriebe». Der ZDH schlägt vor, den Umkreis, in dem Handwerker sich ohne Tachographenpflicht betätigen dürfen, zu erweitern und die Gewichtsbegrenzung zu streichen. Damit wäre ein Großteil der Betriebe von der kosten- und zeitaufwändigen Aufzeichnungspflicht befreit. «Die Tachographenpflicht sollte auf das Transportgewerbe beschränkt werden, für das sie auch gedacht und richtig ist», fordert Kentzler. Nach EU-Recht sind Betriebe zum Einbau eines digitalen Tachographen in alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen verpflichtet, sobald sie weiter als 50 Kilometer von Firmensitz entfernt eingesetzt werden. Diese Regel soll zur Verkehrssicherheit beitragen, in dem sie vor allem die Übermüdung von LKW-Fernfahrern verhindert. Die Jury wählte den ZDH-Vorschlag aus über 500 eingereichten Ideen aus den 27 Mitgliedstaaten der EU und Norwegen aus. Der Preis geht auf eine Initiative der Stoiber-Kommission zurück und wurde in diesem Jahr erstmalig ergänzend zu den fünf bestehenden Kategorien des Europäischen Unternehmerpreises vergeben.

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