Freitag, 14. August 2020
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EU-Kommissar über TTIP: Herkunftsangabe hat hohe Priorität

Berlin. (igw) Bei den laufenden Verhandlungen mit den USA über ein transatlantisches Freihandelsabkommen (TTIP) hat der verstärkte Schutz europäischer Nahrungsmittel mit geografischer Herkunftsangabe hohe Priorität. Er werde keine EU-Standards für dieses oder andere Handelsabkommen opfern, betonte der neue EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Phil Hogan, während einer Pressekonferenz während der Internationalen Grünen Woche (IGW). Ein ausgewogener Vertrag werde den europäischen Landwirten aber große Vorteile bieten und neue Exportmärkte erschließen. Angesichts der russischen Importverbote, durch die bestimmte Produkte und Regionen stärker betroffen seien als andere, gelte es, den Verbrauch innerhalb der EU zu steigern und neue Märkte in Drittländern zu erschließen, was allerdings Zeit brauche. Hogan denkt hier besonders an den Fernen Osten. Er verwies auf das kurz vor dem Abschluss stehende Äquivalenzabkommen mit Südkorea sowie entsprechende Gespräche mit Japan und Vietnam.