Donnerstag, 22. Februar 2024
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EU-Öko-VO: Agrarminister lehnen Brüsseler Pläne ab

Berlin. (bmel) Bundesminister Christian Schmidt (BMEL) hat eine positive Bilanz der Herbstkonferenz der Agrarminister von Bund und Ländern gezogen. «Es herrschte große Einigkeit, dass wir dem russischen Lebensmittel-Boykott mit einem wirksamen Maßnahmenpaket der Europäischen Union begegnen müssen. Die EU-Kommission hat hier für Obst und Gemüse sowie Milch und Milchprodukte bereits erste Maßnahmen auf den Weg gebracht. Auch die Forderung nach verstärkten Marketingmaßnahmen hat sie aufgegriffen. Unser Ziel muss es sein, die Auswirkungen für die betroffenen Erzeuger und den deutschen Agrarmarkt beherrschbar zu halten und zugleich neue Absatzmärkte zu erschließen», bilanzierte Schmidt, der im Anschluss an die Agrarministerkonferenz in Potsdam am Sondertreffen der europäischen Agrarminister in Brüssel teilnahm. Auch die Ratssitzung stand ganz im Zeichen der Auswirkungen des russischen Embargos. Ein weiteres gemeinsames Ziel von Bund und Ländern ist die Stärkung des Tierschutzes in der Nutztierhaltung, auch wenn die Vorstellungen über die geeigneten Instrumente nicht immer deckungsgleich sind. Mit Blick auf den Ökolandbau sprachen sich Bund und Länder gegen überzogene Anforderungen aus, wie sie die Europäische Kommission vorgeschlagen hat. Schmidt: «Wir wollen alle zusammen ein gesundes Wachstum des ökologischen Landbaus ermöglichen. Er trägt wegen seiner ökologischen Vorteile und seiner Anforderungen hinsichtlich des Tierwohls entscheidend zur Gestaltung einer nachhaltigen Landwirtschaft bei». Bei der Weiterentwicklung der Branche müsse die Kommission mit Augenmaß vorgehen, um so der steigenden Verbrauchernachfrage nach Ökoprodukten gerecht zu werden (Volltext).

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