Donnerstag, 29. Februar 2024
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EU-Öko-VO: Auch Bundestag stellt sich gegen Totalrevision

Berlin. (boelw) So viel Einigkeit gibt es selten: Nach Bundesrat, Agrarministerkonferenz und Bundesregierung hat nun auch der Bundestag dem Entwurf der EU-Kommission zur Revision der EU-Öko-Verordnung eine klareAbsage erteilt. «Die deutschen Bio-Betriebe begrüßen, dass der Kommissionsvorschlag zur Totalrevision der EU-Öko-Verordnung von allen Fraktionen abgelehnt wird», sagt der Vorstand des Bio-Dachverbandes Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Alexander Beck, zur Entscheidung des Parlaments und ergänzt: «Mit so einer einzigartigen Rückendeckung aus Bund und Ländern, Regierungsfraktionen, Opposition und der gesamten betroffenen Wirtschaft liegt es nun an Agrarminister Christian Schmidt, in Brüssel ein klares Signal zu setzen». Es genüge nicht, sich im Rat für Verbesserungen des untauglichen Kommissionsentwurfs einzusetzen. Als deutscher Vertreter im EU-Agrarrat vertrete er die meisten Bio-Kunden, -Bauern, -Hersteller und -Händler in der EU und müsse offensiv für eine Mehrheit gegen den Kommissionsvorschlag im EU-Rat werben. Nur wenn der Vorschlag abgelehnt und die bestehende Verordnung praxistauglich weiterentwickelt würde, könne Bio in und außerhalb der EU weiter positiv gedeihen. Dass der untaugliche Entwurf der EU-Kommission schnell vom Tisch kommt, ist für die gesamte Branche existenziell. BÖLW-Vorstand Jan Plagge: «Immer mehr Bürger greifen zu Bio, aber die Diskussion um das neue Bio-Recht verunsichert umstellungswillige Landwirte. Damit wird das mögliche Wachstum der Bio-Flächen in Deutschland und Europa ausgebremst. Das Potential an wirtschaftlichen Chancen für heimische Bauern und die positiven Wirkungen des Öko-Landbau für die Artenvielfalt, saubere Gewässer und für Beschäftigung im ländlichen Raum bleiben ungenutzt». Der BÖLW begrüße daher sehr, dass Bundesminister Schmidt einen Zukunftsplan für mehr heimisches Bio mit der Branche entwickelt.

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