Dienstag, 6. Dezember 2022
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EU: Parlament verschiebt Beratungen zur Nährwertkennzeichnung

Brüssel / BE. (mv) Die Beratungen über eine Verordnung zur Nährwertkennzeichnung auf Lebensmitteln werden erst nach der Europawahl fortgeführt. Dies hat der Ausschuss für Verbraucherschutz im Europäischen Parlament beschlossen. «Es ist erfreulich, dass das EU-Parlament bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln keine vorschnelle Entscheidung getroffen hat. Die gewonnene Zeit sollte jetzt genutzt werden, zusammen mit der Wirtschaft vernünftige und ausgewogene Lösungen zu suchen. Entscheidend ist, dass Inhaltsstoffe so auf den Produkten ausgewiesen werden, dass Verbraucher einen echten Mehrwert an Informationen bekommen. Nur dies unterstützt eine bewusste Ernährung. Die gerade auch auf europäischer Ebene viel diskutierte so genannte Ampelkennzeichnung leistet dazu gerade keinen Beitrag, weil ihre Signalfarben Verbraucher leicht in die Irre führen und zudem auch hochwertig hergestellte Lebensmittel diskriminiert werden. ‘Transparenz ja, Ampel nein’ muss die Devise auch über die Europawahl hinaus lauten», sagt zum Beispiel Christoph Kannengießer, Hauptgeschäftsführer des Markenverbands in Berlin. Der Markenverband setzt sich für die von der Wirtschaft entwickelte, so genannte 1+4 GDA-Nährwertkennzeichnung ein. Diese liefert einen schnellen und deutlichen Überblick darüber, wie viel von welchem Nährstoff und bezogen auf welchen Anteil des Tagesbedarfs in einem Produkt enthalten ist.

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