Donnerstag, 24. September 2020
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Expansion: Hofpfisterei überquert Weißwurstäquator

Berlin. (taz) Die Münchener Hofpfisterei hat in Berlin ihre ersten beiden Filialen außerhalb des süddeutschen Stammgebiets eröffnet. Dafür liefert der Öko-Vorzeigebetrieb nun jede Woche 2’000 Brote aus der Isar-Metropole mit dem Lastwagen in die Hauptstadt. Drei weitere Berliner Geschäfte seien bereits für 2009 geplant, sagt Marketingleiter Friedbert Förster der TAZ. Später kämen vielleicht Städte wie Köln oder Frankfurt hinzu. “Wir vertrauen darauf, dass das Potenzial auch in der Rezession groß genug ist.” Die Hofpfisterei mit ihren insgesamt rund 150 Filialen hat besonders in Bayern Biobackwaren zum Durchbruch verholfen. Schon vor 25 Jahren warb der Familienbetrieb bei Bauern für die Umstellung auf Ökogetreide. Heute kauft nach Firmenangaben jeder dritte Haushalt in München die typischen runden Bauernbrote und damit öko. 40 Tonnen produziert die Biobäckerei davon pro Woche. Das sind 20.000 Laibe, die ausschließlich in der Münchner Backstube geformt werden. Für Berlin wird dort Halbgebackenes produziert, was in den Filialen sein Finish erhält.