Mittwoch, 30. September 2020
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Fachkräftemangel begegnen: 3 Bäckereien – 3 Konzepte

Berlin. (zv) Wie sich Bäckereien für die Zukunft aufstellen und die Herausforderungen am Arbeitsmarkt für ihre Betriebe als Chance nutzen können, zeigt die Werbegemeinschaft des Deutschen Bäckerhandwerks anhand dreier Leuchtturmbetriebe auf der Seite back-dir-deine-zukunft.de.

Lehrstellen besetzen und die Auszubildenden langfristig für den Beruf begeistern oder Quereinsteigern und Flüchtlingen die Chance geben, an neuen Aufgaben zu wachsen – diese drei Bäckereibetriebe zeigen, wie das geht: Peter’s gute Backstube in Bühl nahe Offenburg, Malzers Backstube in Gelsenkirchen und Endorphina Backkunst in Berlin gehen in puncto Mitarbeitergewinnung und -führung mit gutem Beispiel voran. Die Werbegemeinschaft des Deutschen Bäckerhandwerks gibt auf der Webseite der Nachwuchskampagne «Back dir deine Zukunft» Einblick in die Unternehmens- und Mitarbeiterphilosophie dieser drei Innungsbäckereien und praxisnahe Tipps zur Mitarbeitergewinnung und -motivation sowie zur individuellen Förderung jedes Einzelnen.

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Bei Geschäftsführer Bruno Ketterer von Peter’s guter Backstube in Bühl bei Offenburg hat jeder die Chance, mehr zu lernen und sich weiterzubilden (Foto: Werbegemeinschaft).

Mit gutem Beispiel voran

Die drei Best-Practice-Beispiele widmen sich den verschiedenen Schwerpunkten Ausbildung sowie Integration von Quereinsteigern respektive von Flüchtlingen. Neben den Beweggründen und der Motivation der Geschäftsführer zeigen die Porträts praxistauglich Tipps und Anregungen zur Umsetzung im eigenen Betrieb. Während sich Peter’s gute Backstube in seinen 50 Filialen insbesondere der Ausbildung widmet, spielt in Malzers Backstube die Integration von Quereinsteigern eine große Rolle. Rund 40 Prozent aller Mitarbeiter in der Produktion und ein Drittel der Mitarbeiter im Verkauf sind auf dem zweiten Bildungsweg in das Bäckerhandwerk gestartet. Elf verschiedene Nationalitäten vereint das Team von Endorphina Backkunst; aktuell sind in der gläsernen Backstube auch zwei Flüchtlinge beschäftigt, die im Betrieb ihre Ausbildung zum Bäcker absolvieren.

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Auf dem zweiten Bildungsweg ins Bäckerhandwerk: Bei Malzers Backstube trifft das auf einen Großteil der Mitarbeiter zu. Marina Bleul ist Bezirksverkaufsleiterin und hat zuvor eine klassische Ausbildung zur Mediengestalterin gemacht (Foto: Werbegemeinschaft).

Drei Wege zum Erfolg

Die Ausbildung bei Peter’s gute Backstube beginnt so zum Beispiel bereits vor dem eigentlichen Start: Mit einer Vorabschulung will die Ausbildungsleiterin Vanessa Schaufler den Lehrlingen die Angst vor dem Unbekannten nehmen, da die Ausbildung ein ganz neues Umfeld für sie bedeutet. Ein Azubi-Willkommenstag inklusive Betriebsführung sowie regelmäßige Gespräche tragen ebenfalls dazu bei.

In Malzers Backstube wird auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen eingegangen, auch auf diejenigen, die als Quereinsteiger in die Branche gestartet sind. In maßgeschneiderten Schulungen erlangen die Quereinsteiger das nötige Wissen für ihren neuen Berufsweg. Chancengleichheit ist hier gelebter Alltag, unabhängig vom Vorwissen der Mitarbeiter, da letztlich die erbrachte Leistung zählt.

Selbst als Quereinsteigerin in den Beruf gestartet, ermöglicht Katharina Rottmann, Geschäftsführerin von Endorphina Backkunst, auch Flüchtlingen die Chance, das Bäckerhandwerk zu erlernen. Ein mindestens einwöchiges Praktikum im Betrieb und eine sechsmonatige Einstiegsqualifizierung durch die Bundesagentur für Arbeit, während der auch schon die Berufsschule besucht wird, bilden dabei den Start in den Beruf.

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Elf Nationalitäten sind im Team von Endorphina Backkunst vertreten. Unter den Mitarbeitern gibt es auch zwei Geflüchtete, die ihre Ausbildung zum Bäcker absolvieren (Foto: Werbegemeinschaft).

Lösungsansätze nutzen

Bäckereibetreiber können die erprobten Lösungsansätze der drei Bäckereien als Inspiration nutzen, um daraus Maßnahmen für den eigenen Betrieb abzuleiten. Alle Porträts sind auf der Webseite der Nachwuchskampagne «Back dir deine Zukunft» online abrufbar. Unterstützende Materialien, wie einen Leitfaden für die Beschäftigung von Flüchtlingen, gibt es darüber hinaus von der Werbegemeinschaft des Deutschen Bäckerhandwerks (Titelfoto: pixabay.com).