Samstag, 10. Dezember 2022
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Forschung: Gibt es ein Gartenzwerg-Gen?

Zürich / CH. (art /aid) Welche Landschaft Herr und Frau Schweizer (und vermutlich auch Herr und Frau Deutschländer) als schön empfinden, wird von den Genen mitbestimmt. Das sagten Forschende während der Tagung «Landschaftsbild in Agrarlandschaften und ihre Wertschätzung durch verschiedene Bevölkerungsgruppen», die am Zürcher Sitz von Agroscope Reckenholz-Tänikon ART stattfand. Aktuelle Studien von ART und der Uni Zürich zeigen demnach, dass in der Schweiz über alle Bevölkerungsgruppen hinweg abwechslungsreiche, artenreiche und nützliche Landschaften bevorzugt werden. Die Resultate zeigten, dass das Schönheitsideal einer Landschaft in unseren Genen verankert ist. Dieser Befund stimme mit einer lange gehegten Theorie überein die besagt, dass bereits die frühen Menschen in der afrikanischen Savanne für ihr Überleben auf eine vielfältige Landschaft angewiesen waren. Im Lauf der Generationen wurde diese Vorliebe in den Genen fixiert. Dieses Erbe tragen wir noch heute in uns. Jedoch gebe die genetische Fixierung nur den groben Rahmen vor. Die Details der persönlich «idealen» Landschaft können stark variieren und lassen viel Raum für individuelles, regional geprägtes Schönheitsempfinden. Mit anderen Worten: Auch auf lange Sicht brauchen Sie keinen Gentest als Aufnahmekriterium zu befürchten, um Zugang zum Kleingartenverein Ihrer Wahl zu erhalten. Dennoch sollten Sie in Erwägung ziehen, dass nicht Jedermann eine eventuell ausgeprägte Leidenschaft für Gartenzwerge mit Ihnen teilt.

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