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20171020-PIZZA

Freddy Fresh: Frischer Wind aus dem Osten

Laußnitz. (eb) Die westlichste Filiale finden Interessenten in Saarbrücken. In den älteren Bundesländern gibt es dann noch je eine in Braunschweig, Darmstadt, Erlangen, Essen/Ruhr, Freiburg/Breisgau, Fürth und zwei in Nürnberg. Alle weiteren gut 50 Standorte befinden sich im Osten der Republik. Aktuell zählt die Freddy Fresh AG mit Hauptsitz im sächsischen Laußnitz insgesamt 61 Filialen. Der geschäftsführende Vorstand heißt Michael Welde, die Aufsichtsratsvorsitzende Jana Welde. Ein prosperierendes Familienunternehmen, das für sich die kleine Kapitalgesellschaft (nach Paragraf 267 Abs. 1 HGB) gewählt hat. Im Schnitt zählt die Systemzentrale acht Beschäftigte, lesen wir in der Handesbilanz 2016. Um «Pizza, Pasta, Salat + mehr» dreht sich das Liefergeschäft, lesen wir auf der Homepage des Unternehmens.

Eine Erfolgsgeschichte, die vor gut 15 Jahren im Südosten der Republik als «Welde + Stange GbR» ihren Anfang nahm. Im Jahr 2009 ging die dann in die Aktiengesellschaft über, die nach eigenen Angaben seither jedes Jahr einen neuen Umsatzrekord aufstellt. Michael Welde und Jana Welde unterstützen jede einzelne Filiale mit frischen Ideen, klaren Konzepten und ständiger Marktforschung. Beispiel: Es gibt keine bis ins Detail standardisierte Speisekarte, die für alle Standorte verbindlich wäre. Jede Filiale hat, auch wenn es sicher Übereinstimmungen gibt, ihr eigenes Angebot. Zum Beispiel gibt es in Berlin eine Pizza, die ist mit allem belegt, was zu einer guten Currywurst gehört. Wobei die Differenzierung nicht nur nach Regionen erfolgt, sondern auch nach Jahreszeiten: Zur Spargelsaison gibt es Pizzas mit Spargel, zur Pilzsaison mit Pfifferlingen, im Frühling mit Bärlauch und zu Weihnachten mit Entenfleisch und Rotkohl.

So stetig, wie «Freddy Fresh» seinen Erfolg ausbaut, lohnt es sich bestimmt, das Franchisesystem im Auge zu behalten. Zum Vergleich: Marktführer Domino’s Deutschland zählt hierzulande 207 Standorte. Wobei sich die US-amerikanische Domino’s Pizza Inc. über Jahre auf dem bundesdeutschen Markt schwer tat und die Marktführerschaft erst durch die Akquisition von Joey’s Pizza mit dessen 212 Filialen in Dezember 2015 erzielte. Oktober 2017 folgte zudem die strategische Übernahme von HalloPizza mit 162 Standorten. Weitere nennenswerte Pizza-Heimlieferdienste: Call-a-Pizza 105 Einheiten, Smiley’s Pizza 58 Standorte, PizzaMax 58 Einheiten, Mundfein 33 Filialen. Ohne Heimlieferdienst gehört sicher die Marke PizzaHut der US-amerikanischen Dunkin’ Brands Inc. mit etwa 65 Filialen zu den bedeutenden Playern hierzulande (Foto: pixabay.com).