Freitag, 30. September 2022
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20170327-AEHRENBROT

«Frühstücksdebatte»: Isst Deutschland krank?

Berlin. (dti) Der Einladung des Deutschen Tiefkühlinstituts (dti) zu einer ernährungspolitischen Diskussion waren Mitte März rund 50 Gäste aus dem Deutschen Bundestag, den Verbänden und Verbraucherorganisationen gefolgt. Die Frage «Isst Deutschland krank?» erörterten in Berlin-Mitte besonders Elvira Drobinski-Weiß (MdB), verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, sowie Dr. Margareta Büning-Fesel, Leiterin des neuen Bundeszentrums für Ernährung (BZfE).

Drobinski-Weiß betonte: «Die Reduktion von Salz, Zucker und Fett in verarbeiteten Lebensmitteln muss von der Wirtschaft vorangetrieben werden. Unser Ziel ist es, gute Rahmenbedingungen für eine gesunde Ernährung zu schaffen. Wir appellieren an die Industrie, freiwillig an Strategien zur Reduktion zu feilen. Sollte dies nicht erfolgreich sein, wird ein Eingreifen des Gesetzgebers nötig».

Büning-Fesel, Leiterin des neu gegründeten BZfE, merkte an: «Neben dem Wissen über gesunde Ernährung und der Motivation diesem zu folgen, ist auch das Umfeld mit Angeboten und Gelegenheiten für die richtige Ernährung entscheidend. Für wissenschaftsbasierte und fundierte Informationen rund um das Thema Ernährung ist das Bundeszentrum für Ernährung – unter anderem auch für Eltern – künftig die richtige Anlaufstelle. Damit leisten wir in einem konstruktiven Miteinander mit Wirtschaft und Politik einen Beitrag zu guten Rahmenbedingungen für eine gesunde Ernährung, auch durch eine bessere Verbraucherkompetenz».

Dr. Sabine Eichner, Geschäftsführerin des Deutschen Tiefkühlinstituts, unterstrich die Bemühungen der Lebensmittelindustrie, ihren Teil zu einer gesünderen Ernährung beizutragen: «Die Lebensmittelindustrie arbeitet stetig an einer Verbesserung der Rezepturen – geschmacklich, aber auch im Sinne einer Reduktion von Zucker, Salz und Fetten. Dabei müssen wir aber auch im Blick haben, dass sich nur die Produkte am Markt etablieren können, die den Geschmack des Verbrauchers treffen».

Das Deutsche Tiefkühlinstitut ist seit 60 Jahren die Kommunikations- und Informationsplattform der Tiefkühlwirtschaft. Die Branche zählt zu den fünf größten Teilbereichen der Lebensmittelwirtschaft. Die Tiefkühlung bewahrt durch ernte- und fangfrische Verarbeitung das Kostbarste der Lebensmittel: Vitamine und Nährstoffe für unsere Ernährung. Mit der Frühstücksdebatte «KostBar» leistet das dti einen Beitrag zum Austausch über aktuelle Ernährungsthemen mit Politik und Gesellschaft (Foto: pixabay.com).

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