Samstag, 18. September 2021
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Gastronomie: Reduzierter Mehrwertsteuersatz soll wohl bleiben

Lübeck. (eb) Geht es nach dem aktuellen Bundesfinanzminister und Kanzlerkandidaten Olaf Scholz, dann wird die reduzierte Mehrwertsteuer von sieben Prozent für Speisen in Restaurants auch über 2022 hinaus Bestand haben. Während einer Veranstaltung im ARD-Fernsehen war Scholz auf den Mindestlohn angesprochen worden. Der Bundesfinanzminister und Kanzlerkandidat bekräftigte erneut seine Absicht, den Mindestlohn auf zwölf Euro anheben zu wollen. Ein Gastronom sorgte sich daraufhin, den Betrag für ungelernte Aushilfen nicht zahlen zu können. Im Gespräch, das sich daraufhin entwickelte, sprach sich Scholz für die Beibehaltung des in der Pandemie reduzierten Mehrwertsteuersatzes für Speisen in der Gastronomie aus. Der Verlängerung der Mehrwertsteuersenkung bis Ende 2022 habe er in der Annahme zugestimmt, dass die Reduzierung nicht wieder abgeschafft werde. Das sei etwas, was weiter gelten soll. Darauf könne sich der Gastronom verlassen. Bevor diverse Hilfspakete für die Wirtschaft in der Pandemie beschlossen wurden, galt die eiserne Regel, dass der Verzehr im Restaurant mit 19 Prozent besteuert wird. Wogegen der Außer-Haus-Verzehr «zum Mitnehmen» oder «To-go» nur mit sieben Prozent besteuert wird.