Mittwoch, 7. Dezember 2022
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«German Food»: Ersatzlösung übernimmt Exportförderung

Bonn. (miv) Als Reaktion auf den Wegfall der CMA gründeten die Hauptexportbranchen der deutschen Lebensmittelindustrie Anfang Mai den «German Food e.V.». Eine Geschäftsführung wird zum 01. Juni eingerichtet. Die branchenübergreifende Exportförderorganisation bündelt wirtschaftsseitig die gemeinsamen Aktivitäten zur Absatzförderung der dahinter stehenden Unternehmen im Ausland. Mitglied bei German Food sind derzeit die Exportförderorganisationen German Meat, German Sweets, Export-Union für Milchprodukte und der Verband der Ausfuhrbrauereien. Zweck von German Food ist zum einen die Koordination und Bündelung der exportierenden Branchen, zum anderen eine weltweite Imageförderung für die Qualität von Lebensmitteln aus Deutschland unter dem schwarz-rot-goldenen Dach. German Food bietet dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gemeinsam mit der noch zu gründenden Organisation für Unternehmen ohne Branchen-Exportfördergesellschaften seine Mitarbeit in einer übergeordneten «Plattform Exportförderung» an. Diese wird zentraler Ansprechpartner für das Ministerium sein. «Es ist mit German Food gelungen, die wesentlichen Exportbranchen und damit den Löwenanteil am deutschen Nahrungsmittel- und Getränkeexport für eine bedarfsorientierte Exportförderung zusammenzuschließen», sagt Dr. Stefan Feit, Vorsitzender von German Food, in einer Presseinfo. Kritiker bemängeln hingegen, dass German Food kein ernstzunehmender Nachfolger für die CMA und nur eine Ersatzlösung sei. Voraussichtlich unter «germanfood.de» und/oder «germanfood.org» wird die neue Organisation künftig im Internet erreichbar sein – zumindest hat der Milchindustrie Verband in Bonn diese beiden Domains bei Denic / Internic eintragen lassen.

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