Dienstag, 4. Oktober 2022
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20170201-WEIZEN

Getreide-Tagung: Quo vadis Weizen?

Detmold. (agf) Die Getreide-Tagung 2017 der Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung (AGF) steht ganz im Zeichen des Weizens – nicht weniger als neun von 15 Fachvorträgen werden sich am 15. und 16. März mit der Getreidesorte Nummer eins beschäftigen. Vor dem Hintergrund der gerade in Berlin laufenden Verhandlungen über eine Novelle der Düngeverordnung und der Klage der EU-Kommission gegen Deutschland wegen andauernder Überschreitungen der geltenden Nitratgrenzwerte, ist das Thema hochaktuell. Eine Stickstoffdüngung – wie im bisherigen Umfang – wird sehr wahrscheinlich in Bälde kaum noch möglich sein. Welche Auswirkungen wird das auf den Anbau moderner Weizensorten und auf die Qualität der aus zukünftigen Weizenernten gewonnenen Mehle haben?

Die Fachreferate der in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sicherheit und Qualität bei Getreide am Max Rubner-Institut (MRI) durchgeführte Getreide-Tagung beleuchten diesen Fragenkomplex aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Während etwa Tanja Gerjets über Aktivitäten der «Forschungs- und Züchtungsallianz proWeizen» berichtet, wird Elisabeth Sciurba «Neue Ansätze zur Beurteilung der Backfähigkeit von Weizenmehl» vorstellen und Bernd Rodemann die «Umsetzung des integrierten Pflanzenschutzes unter Berücksichtigung von Sorteneigenschaften» schildern. Das sind nur drei Beispiele aus dem umfassenden Programm (PDF). In seinem Schlusswort wird der Vorsitzende des AGF-Getreide-Ausschusses, Lorenz Hartl, die unterschiedlichen neuen Aspekte zusammenfassen und bewerten.

Erfahrungsgemäß werden zur Getreide-Tagung rund 100 Teilnehmer erwartet. Den Fachleuten aus Agrarproduktion und -handel, Getreideverarbeitung, Müllerei und Lebensmittelwirtschaft sowie Getreideforschung und -züchtung wird neben Fachinformationen auch ein attraktives Rahmenprogramm, das einen zwanglosen Austausch ermöglicht, geboten: Den Start bildet am 14. März ein Begrüßungsabend im Tagungsort, dem Roemerhaus auf dem Schützenberg. Am 15. März werden die Fachreferate durch ein «Brot + Wein-Event» abgerundet, an das sich ein «Gemütliches Beisammensein» in der Gastronomie des drei Kilometer entfernten Hermannsdenkmals anschließt. Mitglieder der AGF können auf die Tagungsgebühr einen Rabatt von 90 Prozent in Anspruch nehmen. Die Anmeldung on Line ist möglich (Foto: pixabay.com).

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