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GFFA: über Chancen und Herausforderungen der Bioökonomie

Berlin. (igw) Zuweilen ist man sich nicht sicher, ob man es nur mit einer «hochkarätig besetzten» Veranstaltung zu tun hat oder tatsächlich mit einem Podium, das seine Ideen in die Welt tragen und dort auch was bewegen kann. So ähnlich verhält es sich mit dem Global Forum for Food and Agriculture (GFFA), das parallel zum Auftakt der IGW Internationalen Grünen Woche Berlin stattfindet. Rund 1.200 Gäste aus der ganzen Welt verfolgten in diesem Jahr die Diskussion auf dem GFFA-Podium. Im Anschluss lud die deutsche Agrar- und Ernährungsindustrie zum Internationalen Wirtschaftspodium, während sich Agrarminister aus über 70 Ländern mit hochrangigen Vertretern der Weltbank und der Welternährungsorganisation FAO zum Berliner Agrarministergipfel trafen. Im Fokus standen die Chancen und Herausforderungen der Bioökonomie. Hinter dem Begriff steckt eine Wirtschaftsform, die auf der nachhaltigen Nutzung von biologischen Ressourcen wie Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen beruht. Zahlreiche Länder haben in den letzten Jahren entsprechende Strategien aufgelegt, um eine Umwandlung ihrer Wirtschaft voranzutreiben. Prof. Joachim von Braun, Leiter des Zentrums für Entwicklungsforschung der Uni Bonn und Vorsitzender des deutschen Bioökonomierats, erinnerte in Berlin daran, dass die Bioökonomie an sich eine uralte Wirtschaftsform ist; schließlich werden beim Brotbacken, Bierbrauen oder Heizen mit Holz auch biologische Ressourcen genutzt. Neu sei allerdings der «wissensbasierte Ansatz» – also die Tatsache, sich biologische Prozesse zueigen zu machen und Vorgänge aus der Natur nachzuahmen. «Zurzeit sind 15 Prozent unserer Volkswirtschaft biobasiert, bis 2050 sollen es 50 Prozent sein», sagte von Braun in Berlin. Mal sehen, woran sich die Akteure 2050 messen lassen können – oder müssen. Die vollständige Mitteilung zum Global Forum for Food and Agriculture unter dem Titel «Bioökonomie – Chance für Mensch, Natur und Umwelt oder Gefahr für die Ernährungssicherung?» gibt es auf dem IGW-Server.