Freitag, 19. Juli 2024
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Google drängt mit aller Kraft in den Online-Handel

Peking / CN. (eb) JD.com Inc., eines der führenden E-Commerce-Unternehmen Chinas, und Google gaben bekannt, dass das Unternehmen der US-amerikanischen Alphabet Gruppe im Rahmen einer strategischen Partnerschaft 550 Millionen USD in bar in JD.com investieren wird.

Google und JD planen demnach die Zusammenarbeit bei einer Reihe von strategischen Initiativen, inklusive der gemeinsamen Entwicklung von Einzelhandelslösungen in einer Reihe von Regionen auf der ganzen Welt – einschließlich Südostasien, den USA und Europa. Durch die Anwendung von JDs Supply Chain- und Logistik-Know-how und Googles Technologie-Stärken wollen die beiden Unternehmen die Schaffung von Einzelhandels-Infrastrukturlösungen der nächsten Generation erforschen, mit dem Ziel, hilfreiche, personalisierte und reibungslose Einkaufserlebnisse zu bieten. JD plant außerdem, eine Auswahl hochwertiger Produkte über Google Shopping in mehreren Regionen zum Verkauf anzubieten.

«Diese Partnerschaft mit Google eröffnet eine breite Palette von Möglichkeiten, um Verbrauchern auf der ganzen Welt ein erstklassiges Einkaufserlebnis zu bieten», sagt JD.com’s Chief Strategy Officer Jianwen Liao. «Dies ist ein wichtiger Schritt bei der Modernisierung des globalen Einzelhandels. Mit dem Verkauf zum 18. Juni beginnt ein neues Kapitel in unserer Geschichte».

«Wir freuen uns, mit JD.com eine Partnerschaft einzugehen und neue Lösungen für Einzelhandels- Ökosysteme auf der ganzen Welt zu erforschen, um hilfreiche, personalisierte und reibungslose Einkaufserlebnisse zu ermöglichen, die den Verbrauchern die Möglichkeit geben, überall und nach Belieben einzukaufen», sagt Google Chief Business Officer Philipp Schindler.

Gemäß den Vereinbarungen erhält Google 27’106’948 neu ausgegebene JD.com Class A Stammaktien zu einem Ausgabepreis von 20,29 US-Dollar pro Aktie, was 40,58 US-Dollar pro ADS entspricht, basierend auf dem volumengewichteten durchschnittlichen Handelspreis der letzten zehn Handelstage.

Wer sich fragt, was ihn das interessieren muss, wenn in China ein Sack Reis umfällt, hier die Erklärung: Experten sind sich längst einig, dass die größte Gefahr für den bundesdeutschen (Lebensmittel-) Einzelhandel nicht aus den USA droht, sondern aus Ostasien – besonders China.