Mittwoch, 7. Dezember 2022
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Großbäcker 01: Deutsche sparen nicht beim Brot

Düsseldorf. (vdg) Brot und Backwaren verzeichnen insgesamt stabile Umsätze. Sie bieten Verbrauchern, die auf den Preis achten müssen, auch in weniger rosigen Zeiten eine preiswerte Alternative zum Außer-Haus-Verzehr. Wer mehr auf Genuss achtet, dem steht eine vielfältige Auswahl von qualitativ hochwertigen Produkten zur Verfügung. In diesem Umfeld behaupten sich die Großbäcker erfolgreich am Markt. Die rund 35.000 Arbeitsplätze in den deutschen Großbäckereien sind entsprechend sicher – sagte Helmut Klemme, Präsident des Verbands Deutscher Großbäckereien, während der Jahrespressekonferenz in Düsseldorf. Analog zu anderen mittelständisch geprägten Branchen werde sich der Konzentrationsprozess bei den Bäckern weiter fortsetzen. Nach den letzten verfügbaren Zahlen des Statischen Bundesamts (Destatis) beträgt die Abschmelzungsrate rund vier Prozent per Annum. Gleichzeitig steigt der Umsatz. Nach Destatis-Angaben auf 16,2 Milliarden Euro in 2007 – plus vier Prozent gegenüber 2006. Großbäcker schauen da gerne auf die Größe und kommen für 2007 zu folgendem Schluss: Fast 76 Prozent des Gesamtumsatzes der Branche entfallen auf 2003 Betriebe mit einem Umsatz von mehr als einer Million Euro jährlich. Die 27 größten Unternehmen haben mit 26,8 Prozent einen höheren Marktanteil als die 14.076 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von weniger als einer Million Euro. Diese Unternehmen kommen auf einen Marktanteil von 24,1 Prozent. Mit Blick auf die Produktvielfalt wies Klemme darauf hin, dass die Breite des Sortiments kontinuierlich steigt. Deutschland sei ein gutes Beispiel dafür, dass ein Rückgang der Einzelbäckereien nicht zu einer Einschränkung des Angebots führen muss. Auf der Herstellungsseite gibt es zwar eine Entspannung auf den Rohstoffmärkten, doch eröffne die mit Blick auf allfällige Energiekosten keinen Spielraum für mögliche Preissenkungen.
Volltext: «Großbäckereien behaupten sich in der Krise»

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