Dienstag, 27. September 2022
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Grüne Transformation im Fokus: Bundesminister Habeck in Bremen und Bremerhaven

Bremen. (eb) Zu Gesprächen in Bremen und Bremerhaven unterwegs war Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Dort traf er Dr. Andreas Bovenschulte, den Bürgermeister und Präsidenten des Senats der Freien Hansestadt Bremen, Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, sowie Dr. Maike Schaefer, Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau. Die Gespräche widmeten sich wichtigen Fragen der Transformation der bundesdeutschen Wirtschaft hin zur Klimaneutralität, wie vor allem der Dekarbonisierung der vor Ort ansässigen Industriezweige sowie dem Ausbau der erneuerbaren Energien. Nach den Gesprächen besuchte der Bundesminister gemeinsam mit dem Bürgermeister und den Senatorinnen den Stahlkonzern ArcelorMittal, um sich vor Ort von den Plänen für die künftige Stahlproduktion zu überzeugen.

«Das, was vor vier Jahren noch als abgefahrene Idee galt, ist jetzt kurz davor Wirklichkeit zu werden,» sagte Bundesminister Robert Habeck bei seinem Besuch im Stahlwerk Bremen, das ab 2026 emissionsfrei produzieren will. Die Emissionen von klimaschädlichem CO2 müssten schnell gesenkt werden. Deutschland stehe nicht nur unter Zeit-, sondern auch unter Konkurrenzdruck.

Die Reise endete mit einem Besuch im Klimahaus Bremerhaven, dessen Schirmherrschaft Robert Habeck innehat. Im Klimahaus geht es darum, das Bewusstsein der Besucherinnen und Besucher für die Bedeutung von Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu stärken. Habeck: «Der Ausbau der erneuerbaren Energien und der Umbau unserer Wirtschaft hin zu Klimaneutralität sind längst nicht nur energiepolitische Fragen, sondern auch Fragen der nationalen und europäischen Sicherheit.»

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Bremen nimmt die Herausforderungen beherzt an

Das Bundesland Bremen zeige, dass die Transformation in der Industrie gelingen kann, gehen alle Beteiligten gemeinsam voran. Gerade in der Stahlindustrie, die für die Region und für ganz Deutschland eine hohe Bedeutung besitzt, sei es entscheidend, in klimaneutrale Technologien und Verfahren zu investieren und damit im Ergebnis eine Technologieführerschaft für innovative und klimafreundliche Stähle herauszubilden. Gemeinsam müsse der Umbau mit viel Tempo vorangetrieben werden. Der Bedarf an grünem Wasserstoff werde sehr schnell steigen, daher unterstütze der Bund den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in einem EU-Wasserstoffprojekt, dem sogenannten IPCEI Wasserstoff. Zugleich werde das BMWK weitere Anreize für Leitmärkte für klimaneutrale Grundstoffe und Produkte setzen.

Bundesminister Habeck: «Bei meiner Reise an die Weser habe ich registriert, dass die Aufgaben beherzt angenommen werden. Sowohl von der Politik als auch vom größten Industrieunternehmen vor Ort, dem Stahlproduzenten ArcelorMittal.» Einerseits biete das Bremer Stahlwerk direkt 3.500 Menschen und indirekt noch vielen weiteren Menschen Arbeit und Einkommen. Gleichzeitig ist es für rund die Hälfte der Bremer CO2-Emissionen verantwortlich. Die Gretchenfrage laute also: Wie passt das alles unter einen Hut? Bremen zeigt: Klimaschutz, Jobs und Produktion lassen sich in Einklang bringen.

Allerdings: Zu den beherzten Schritten gibt es keine Alternative

Die beherzten Schritte Richtung Zukunft sind indes alternativlos. Wie das Management des Stahlwerks dem Minister bestätigte, könne es künftig wohl nur noch mit CO2-freiem Stahl auf den Weltmärkten bestehen und die Konkurrenz sei heute schon hellwach. Das BMWK unterstütze das Werk deshalb beim Umbau, damit klimaneutraler Stahl «Made in Bremen» bald ein Markenzeichen der Hansestadt werden könne.

Veranstaltungshinweis: Wasserstofftage Nordwest 2022

Bremen. (eb) Vom 24. Juni bis zum 03. Juli 2022 finden im Nordwesten der Republik die Wasserstofftage Nordwest statt. Mit einem bunten Mix an Veranstaltungsformaten nutzen regionale Institutionen, Unternehmen, Netzwerke und akademische Einrichtungen die Wasserstofftage, um ihre Kompetenz in Sachen Wasserstoff einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Ob bei der Sonderedition Wasserstofftage von «Science goes Public» in der Bremerhavener Kneipenmeile Alte Bürger, bei der Infoveranstaltung über die Potenziale von Wasserstoff in der Landwirtschaft in Bohmte oder beim Oldenburger SolarCup, der diesmal auf Wasserstoff trifft: An unterschiedlichen Orten gibt es viele spannende Veranstaltungen für alle Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Energieversorgung der Zukunft interessieren.

Die Metropolregion Nordwest hat die Wasserstofftage Nordwest 2022 gemeinsam mit den regionalen Akteurinnen und Akteuren ins Leben gerufen. Die Umsetzung erfolgt in Kooperation mit der Metropolregion Hamburg. Die beiden Regionen koordinieren die Aktivitäten, um ihre Expertise und Kompetenz unter dem Motto «Wasserstoff erleben» sichtbar zu machen. Ergänzende Infos gibt es auf den Seiten der Metropolregion Nordwest.

Klimahaus Bremerhaven: Alles hängt mit allem irgendwie zusammen

Der Termin in Bremerhaven war dagegen eher ein Wohlfühltermin und gab Habeck die Gelegenheit, frische Seeluft zu schnuppern. Die Schirmherrschaft bedeute ihm viel, sagte er tapfer in Bremerhaven. Was die Klimakrise für die Menschheit bedeutet, lasse sich hier in einzigartiger Kombination erfahren. Im Land Bremen sei nicht nur die Erkenntnis gewachsen, dass der Klimaschutz drängt. Es gebe auch einen großen Willen, den Weg zur Klimaneutralität zu gehen (TitelFoto: usp – TextFotos: Senatspressestelle HB).

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