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HelloFresh: Menüset-Anbieter baut Umsatz deutlich aus

Berlin. (hf) Die HelloFresh Gruppe, das weltweit führende Unternehmen für Menüsets, setzt mit seinem zweiten profitablen Quartal in Folge seine außergewöhnlich starke Entwicklung fort. Damit ebne das Unternehmen den Weg für den ersten AEbitda-Even für das Gesamtjahr, lesen wir in einer Mitteilung aus Berlin. Pferdefuß: Die Definition AEbitda kennt eigentlich niemand und lässt Raum für Spekulationen, wie es der HelloFresh Gruppe tatsächlich geht. Wie auch immer: Das Umsatzwachstum ist beeindruckend. Nachfolgend die Übersetzung wesentlicher Passagen aus der englischsprachigen Medienmitteilung für das dritte Quartal 2019:

    Der Konzernumsatz stieg im dritten Quartal um 45,8 Prozent auf 441 Millionen Euro (42,2 Prozent währungsbereinigt; Q3-2018: 302 Millionen Euro). HelloFresh lieferte 68,9 Millionen Mahlzeiten an 2,61 Millionen Kunden in seinen Betriebsmärkten auf der ganzen Welt. Obwohl das dritte Quartal für HelloFresh typischerweise ein saisonal schwächeres Quartal war, erreichte die AEbitda-Marge des Unternehmens für den Konzern 3,5 Prozent und beide operativen Segmente erwirtschafteten ähnlich wie im zweiten Quartal einen positiven AEbitda. Das Umsatzwachstum und die Margenverbesserung von HelloFresh im dritten Quartal wurden vor allem durch das Kundenwachstum im US-Segment und im internationalen Segment getragen, jeweils getragen von einer starken Dynamik im Sommer, obwohl die Marketingausgaben im Verhältnis zum Umsatz deutlich reduziert wurden. Das US-Segment verzeichnete im zweiten Quartal in Folge eine AEbitda-Profitabilität mit einer AEbitda-Marge von 2,6 Prozent. Das Segment International verzeichnete zum sechsten Mal in Folge eine AEbitda-Profitabilität, wobei die AEbitda-Marge im dritten Quartal hervorragende 10,7 Prozent erreichte.
    Damit sind sowohl der AEbitda als auch der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit für die ersten neun Monate 2019 bereits positiv.
    «Unser sehr starkes drittes Quartal zeigt deutlich, wie weit wir gekommen sind. Wir bieten weiterhin ein immer breiteres und besseres Sortiment an Speisen und Produkten. Gleichzeitig wirken sich unsere Menüsets positiv auf die Umwelt aus, in dem sie Lebensmittelabfälle und CO2-Emissionen, die den traditionellen Lebensmittel- Versorgungsketten innewohnen, deutlich reduzieren. Schließlich haben wir einmal mehr bewiesen, dass wir das Geschäft sehr profitabel führen und gleichzeitig Marktanteile und Kundenzufriedenheit steigern können», sagt Dominik Richter, CEO und Mitbegründer der HelloFresh SE.
    Das Unternehmen hat seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Es erwartet nun ein Umsatzwachstum von rund 31 bis 33 Prozent auf Basis konstanter Wechselkurse und eine AEbitda-Marge von positiven 0,50 bis 1,75 Prozent.

Nachtrag: Natürlich haben wir Recherchen angestellt, wofür der Begriff «AEbitda» genau steht. Ebitda ist, das wissen wir, die Abkürzung aus der angelsächsischen Definition «Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization». Übersetzt heißt das «Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände». Ebitda ist also eine Beschreibung des operativen Gewinns oder Verlusts vor Investitionsaufwand. AEbitda dehnt die Definition der Leistungsfähigkeit weiter aus auf hier nicht näher erläuterte außerplanmäßige Aufwendungen und Sonderposten. Vorsichtig gesagt eine «spezielle Betrachtungsweise», von der selbst Börsianer nicht genau wissen, was sie davon halten sollen.