Dienstag, 18. Juni 2024
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HelloFresh SE: versendet über eine Milliarde Mahlzeiten weltweit

Berlin. (hf) Die HelloFresh SE veröffentlichte die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2022 und für das vierte Quartal 2022. Obwohl der Kochboxen-Versender im Laufe des Jahres mit einigen unvorhergesehenen makroökonomischen Herausforderungen konfrontiert war, konnte das Unternehmen im Jahresvergleich ein starkes nominales Umsatzwachstum von 27 Prozent erzielen. Das währungsbereinigte Umsatzwachstum beträgt 18 Prozent. Das Unternehmen hat, bezogen auf den Umsatz, mit 7,6 Milliarden Euro einen neuen Rekord aufgestellt (Geschäftsjahr 2021: 6,0 Milliarden Euro) und mit über einer Milliarde verschickten Mahlzeiten einen neuen Meilenstein in seiner Geschichte erreicht. Der Deckungsbeitrag des Unternehmens stieg auf 25,5 Prozent für das Geschäftsjahr 2022 (2021: 25,3 Prozent) und noch höher im vierten Quartal, trotz der rekordverdächtigen Inflation bei Zutaten und auf dem Arbeitsmarkt.

Mit einem bereinigten Ebitda von 477,4 Millionen Euro und einer Marge von 6,3 Prozent übertrifft HelloFresh weiterhin andere E-Commerce-Unternehmen weltweit. Im vierten Quartal 2022 stieg das bereinigte Ebitda des Unternehmens sowohl in absoluten als auch in relativen Zahlen auf 160,1 Millionen Euro, was einer Marge von 8,5 Prozent entspricht (2021: 130,8 Millionen Euro; 8,3 Prozent Marge). Im Laufe des Jahres 2022 zeigten die Kunden eine konstant hohe Interaktion mit hohen durchschnittlichen Bestellraten und einem kontinuierlichen Anstieg des durchschnittlichen Bestellwerts. Letzterer stieg im Geschäftsjahr 2022 um 10 Prozent währungsbereinigt und im vierten Quartal um 12 Prozent. Ausschlaggebend für diese Entwicklungen war unter anderem, dass Kunden mehr Mahlzeiten pro Bestellung bestellten und Zusatzprodukte stärker in Anspruch genommen wurden.

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Mitgründer und CEO Dominik Richter: «Das Jahr 2022 hat uns vor ganz neue Herausforderungen gestellt und unsere Teams haben sehr hart daran gearbeitet, diese zu bewältigen. Obwohl wir nach wie vor mit einem schwierigen makroökonomischen Umfeld konfrontiert sind, konnten wir gute Wachstumsraten erzielen und unsere Profitabilität auf einem hohen Niveau halten. Außerdem ist es uns gelungen, den Inflationsdruck unnachgiebig abzumildern und sicherzustellen, dass unsere Preise im Vergleich zum Lebensmittel- Einzelhandel wettbewerbsfähig bleiben. Darüber hinaus konnten wir den durchschnittlichen Bestellwert im ersten Jahr nach der Pandemie signifikant vergrößern und HelloFresh in Irland und Spanien und unsere Marken Green Chef in den Niederlanden und Factor in Kanada einführen. Ich bin sehr zufrieden damit, wie wir mit dem unvorhergesehenen makroökonomischen Umfeld umgegangen sind und uns auch weiterhin auf Innovationen für unsere Kunden fokussieren konnten.»

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2023

Während der Fokus in 2022 vor allem auf der Abmilderung des erheblichen Kostendrucks und dem Aufbau eines zukunftsweisenden Produktions-Netzwerks lag, verlagert sich der Schwerpunkt in 2023 auf die weitere Stärkung des Kundenangebots von HelloFresh. Zu den Plänen gehören Investitionen in eine schnellere Lieferung, ein breiteres Sortiment an Mahlzeiten sowie die Ausweitung auf weitere angrenzende Produktkategorien durch die Einführung und Ausweitung von «HelloFresh Market» auf den Großteil der globalen Kundenbasis, was sich positiv auf den Bestellwert auswirken und die durchschnittlichen Bestellungen erhöhen sollte. Darüber hinaus wird sich HelloFresh auf die weitere Expansion und den Ausbau seines so genannten «Ready-To-Eat-Geschäfts» konzentrieren (Factor in Nordamerika und Youfoodz in Australien, kurz: RTE), das bereits im Jahr 2022 ein außerordentliches Wachstum verzeichnete, aber angesichts des noch jungen Stadiums dieser Kategorie noch weitgehend unterentwickelt ist.

«Wir konzentrieren uns darauf, unser Kundenangebot zu erweitern und unseren Kunden ein noch besseres Erlebnis und noch mehr Optionen zur Auswahl zu bieten, um die Profitabilität unseres Kochbox-Segments zu steigern. Gleichzeitig sind wir sehr gespannt auf die Wachstumsaussichten unseres RTE-Geschäfts. Ich bin zuversichtlich, dass wir angesichts unseres diversifizierten Portfolios mit unterschiedlichen Ländern und Marken gut für zukünftiges Wachstum gerüstet sind und auf dem richtigen Weg sind, der weltweit führende Konzern für integrierte Food Solutions zu werden», ergänzt Dominik Richter.

Da das erste Halbjahr 2023 noch im Vergleich zu den stark von der Pandemie beeinflussten Umsätzen aus dem ersten Halbjahr 2022 steht, beläuft sich der vorläufige Umsatzausblick für das Geschäftsjahr 2023 auf Gruppenebene auf ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von zwei bis zehn Prozent und ein bereinigtes Ebitda auf Gruppenebene von 460 Millionen bis 540 Millionen Euro (Foto: pixabay.com).