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Herzberger Bäckerei: stellt sich breiter auf

Fulda. (eb) Wie geht es der Herzberger Bäckerei? Zum Jahreswechsel 2012/2013 hatte die Migros Zürich die Sparte Handelsbetriebe der Tegut Gutberlet Stiftung übernommen. Tegut betrieb zu diesem Zeitpunkt rund 290 Filialen mit etwa 5.000 Mitarbeitenden. Weitere Betriebe, wie etwa die Herzberger Bäckerei in Fulda, stehen heute unter dem Dach der W-E-G Stiftung + Co. KG. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Wolfgang Gutberlet, Sitz Fulda. Es hat sich also viel verändert für die hessischen Biobäcker. Aus Herzberger ist eine selbständig agierende Bäckerei geworden. Zwar arbeiten die Biobäcker mit Blick auf Bake-off-Stationen und SB-Waren nach wie vor eng mit Tegut zusammen, doch sind die Freiheitsgrade heute ungleich größer. Um die nutzen zu können, investierten die Biobäcker 2013 zum Beispiel in eine moderne Tiefzieh- Verpackungsanlage und Brötchenanlage. 2013 band Herzberger auch die 2012 erworbene Sauer-Mühle nahe Bamberg in die Prozesskette mit ein: Vom Erzeuger bis zum Fremdkunden kann Herzberger jetzt die Versorgung mit Qualitätsgetreide sichern und zusätzlich die Preisschwankungen beim Kauf von Getreideprodukten in Grenzen halten. Herzberger ist weiterhin in der Saatgutforschung aktiv mit dem Ziel, auf Basis alter Sorten backfähiges Getreide mit hohen Wirkkräften zu erhalten. Ende 2013 erreichte unsere Redaktion ein knappes Lebenszeichen aus Hessen, nach dem Mathias Kollmann, der bei Lantmännen Unibake Germany verschiedene Stationen durchlaufen hatte und zwischendurch auch mal Head of Operation and Sale bei Fala war, jetzt Managing Director in Fulda ist. Der neue Geschäftsführer kennt also die Branche – und den Lebensmittel-Einzelhandel (LEH), über den er die Aktivitäten der Herzberger Bäckerei ausbauen und ihr ein solides zweites Standbein verschaffen will. Im ersten Jahr, das Kollmann nun für die Biobäcker unterwegs ist, hat er schon einiges bewegen können. Umsätze, die durch den Verkauf von Tegut weggefallen waren, werden jetzt aufgeholt durch die Präsenz von Herzberger Produkten im namhaften LEH. «Mit Edeka und Kaufland sind Listungen fest vereinbart», sagt Kollmann gegenüber backnetz:eu. Derzeit würden in Fulda pro Tag mehr als 20 Tonnen Biobackwaren produziert, wobei die vorhandenen Kapazitäten noch nicht voll ausgelastet seien.