Dienstag, 29. September 2020
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Hohe Regulierungsdichte kostet Deutschland Milliarden

Berlin. (gdv) Auch Versicherer werden von Papierbergen überwältigt, schreibt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). So habe allein schon das Regelwerk Solvency II, mit dem sich alle Versicherer seit Jahren auseinandersetzen müssen, inklusive aller Begleittexte einen Umfang von fast 7’000 Seiten. «Deutschland könnte mit günstigeren regulatorischen Rahmenbedingungen erhebliche zusätzliche Wachstumskräfte freisetzen», betont der Verband und verweist in diesem Zusammenhang auf eine brandneue Studie. Die hat Kosten und Nutzen der Regulierung unter die Lupe genommen und kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Deutschland kann das Potenzialwachstum aufgrund des hohen Erfüllungsaufwands für die Wirtschaft nicht vollständig ausschöpfen. Die daraus resultierenden schleichenden Wohlfahrtsverluste führen auf Dauer zu größeren Einbußen als eine tiefe Rezession. Die vor wenigen Tagen erschienene Studie «Kosten und Nutzen der Regulierung» finden Interessenten auf der GDV-Website.