Samstag, 10. Dezember 2022
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ifo: Ernährungswirtschaft kommt gesund durch die Krise

München. (ifo) Von den fünf größten deutschen Branchen hat die Ernährungswirtschaft die Finanz- und Wirtschaftskrise am besten überstanden. Die Lebensmittelproduktion und der Lebensmittelhandel meldeten für das erste Halbjahr 2009 stabile Zahlen. Teilweise konnte sogar ein leichtes Plus erzielt werden. Entsprechend positiv ist die Stimmung in den Unternehmen. Der ifo Konjunkturtest für das verarbeitende Gewerbe zeigt, dass sich das Geschäftsklima in der Branche seit August 2009 aufgehellt hat. Besonders die Hersteller im Ernährungsgewerbe verzeichnen eine zunehmende Nachfrage und größere Auftragsbestände. Die Absatzchancen auf den Auslandsmärkten werden günstig eingestuft. Der Export war schon im den vergangenen zwei Jahren eine wesentliche Stütze für die Ernährungswirtschaft. 2007 erzielte Deutschland – traditionell ein Agrarimporteur – erstmals eine ausgeglichene Außenhandelsbilanz mit Gütern der Agrar- und Ernährungswirtschaft. 2008 konnte die Branche erstmals einen Handelsbilanzüberschuss verbuchen. Auch für die ersten sieben Monate des laufenden Jahres überwiegen die positiven Nachrichten. Die Exporte wuchsen mengenmäßig um 0,7 Prozent. Während besonders die Fleisch-, Molkerei- und Süßwarenhersteller über eine sehr gute Entwicklung berichten, setzt sich der Schrumpfungsprozess der Bierbrauersparte fort. Im ersten Halbjahr 2009 wurden mit 2,3 Millionen Hektolitern rund 4,5 Prozent weniger Bier getrunken, als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insbesondere die Großbrauereien verzeichneten schmerzhafte Einbrüche.

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