Montag, 24. Juni 2024
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IGW: 30.000 Menschen demonstrieren für Agrarwende

Berlin. (kml) Angeführt von hunderten Bäuerinnen und Bauern sowie 70 Traktoren zogen mit Bezug zur Internationalen Grünen Woche (IGW) 30.000 Menschen vor das Kanzleramt in Berlin – plus 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Demonstranten forderten von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Sigmar Gabriel einen Kurswechsel in der Agrarpolitik. Statt weiterhin «Klientelpolitik für die Agrarindustrie» zu betreiben, soll sich die Bundesregierung für eine soziale, tiergerechte und ökologische Agrarwende einsetzen. «Wer Megaställe genehmigt und subventioniert, wer auf Export und Freihandel setzt und dann auch noch darüber nachdenkt, gentechnisch veränderte Pflanzen auf Europas Äckern zuzulassen, der lässt die Landwirte im Stich und handelt gegen die Interessen von Verbrauchern, Tieren und Umwelt», sagt Jochen Fritz vom Bündnis «Wir haben es satt!». «Wir erwarten von der neuen Bundesregierung eine Landwirtschaftspolitik, die das Arten- und Höfesterben stoppt und den Hunger in der Welt bekämpft». Die Veranstalter kritisieren besonders das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP). «Hinter verschlossenen Türen verhandelt die EU-Kommission über ein Freihandelsabkommen, das Bauern und Verbrauchern gleichermaßen schadet. Die große Mehrheit der Menschen will keine Chlor-Hühnchen, kein Hormonfleisch und keine Gentechnik durch die Hintertür», sagt Fritz. Genau das drohe aber, werde das geplante Freihandelsabkommen abgeschlossen. Das Bündnis «Wir haben es satt!» besteht aus einem großen Kreis von Trägerorganisationen, darunter Bäuerinnen und Bauern, Imker/innen, Natur-, Tier- wie Verbraucherschützer/innen und andere.