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IGW: Gysi befürwortet Ausbau des Genossenschaftsmodells

Berlin. (igw) «Ich finde die Grüne Woche ist eine der wichtigsten Messen, die es überhaupt bei uns gibt», sagte der Fraktionsvorsitzende der Linken im Deutschen Bundestag, Dr. Gregor Gysi, bei seinem Messebesuch. Es sei sehr gut, dass die Veranstaltung, die immer beliebter werde, in Berlin stattfindet, denn hier könnten Kinder und Jugendliche, aber auch erwachsene Städter sehen, wie ein Brot oder eine Wurst entstehen und welche Arbeit dahinter steckt. Gysi besuchte die Halle des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), informierte sich beim Verband Lebensmittel ohne Gentechnik und schaute im ErlebnisBauernhof beim Bund der Deutschen Landjugend vorbei. Anschließend nahm er im Rahmen des Landkirchentags gemeinsam mit dem Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Pater Dr. Hans Langendörfer, dem ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden Dr. Nikolaus Schneider und dem Ehrenpräsidenten des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, an einer Podiumsdiskussion über die Zukunft der landwirtschaftlichen Familienbetriebe teil. Gysi sprach sich hier für einen Ausbau des Genossenschaftsmodells auch in der deutschen Landwirtschaft aus. Auf diese Weise könne durch die Bewirtschaftung größerer Feldflächen der Einsatz besserer Maschinen wirtschaftlich ermöglicht werden. Parallel dazu gelte es, die Lebensfähigkeit kleiner Höfe durch eine Verbesserung der Rahmenbedingungen zu erhöhen. Um wieder jüngere Menschen aufs Land zu ziehen, bedarf es aus Sicht des Politikers einer Verbesserung der Strukturen: «Wir brauchen im Dorf wieder eine Kneipe, und dann einen Laden». Für ihn selbst sei die Ausbildung zum Facharbeiter für Rinderzucht die Voraussetzung für seine spätere Politkarriere gewesen, scherzte Gysi: «Wenn man nicht melken und nicht mit Hornochsen umgehen kann, sollte man nicht in die Politik gehen …».