Mittwoch, 3. März 2021
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Inventurdifferenzen 2014: Kriminalität nimmt zu

Köln. (ehi) Die aktuellen Daten der EHI-Studie analysieren 3,9 Milliarden Euro Inventurdifferenzen im deutschen Einzelhandel und 1,3 Milliarden Euro Investitionen des Handels in Präventiv- und Sicherungsmaßnahmen. Im gesamten deutschen Einzelhandel summieren sich diese Differenzen auf 3,9 Milliarden Euro. Nach Einschätzung des Kölner EHI Retail Institutes entfällt im Schnitt aller Branchen gut die Hälfte der gesamten Verluste auf Kundendiebstähle, während wertmäßig den eigenen Mitarbeitern rund 20 Prozent anzulasten ist. In absoluten Zahlen ergeben sich daraus etwa 2,1 Milliarden Euro Schaden durch Kundendiebstähle und 900 Millionen Euro durch eigene Mitarbeiter – sowie 300 Millionen Euro durch Lieferanten und Servicekräfte. Statistisch gesehen bedient sich jeder Bundesbürger jährlich an Waren im Wert von 26 Euro im Einzelhandel, ohne zu bezahlen. Zu Verkaufspreisen ausgedrückt, geht dem Einzelhandel in branchengewichteter Hochrechnung durchschnittlich 1,01 Prozent seines Umsatzes verloren. Gegenüber 2012 haben sich die Verlustraten 2013 kaum verändert. Im Branchenvergleich stellen Baumärkte, Drogeriemärkte sowie Teile des Bekleidungshandels überdurchschnittliche Bestandsdifferenzen fest. Die polizeilich erfassten Ladendiebstähle haben 2013 abermals mit 356.152 angezeigten Fällen um 1,5 Prozent abgenommen und erwecken den Eindruck, als ob Kundendiebstähle stetig zurückgehen. Die Einschätzungen des Handels zur aktuellen Kriminalitätslage stehen allerdings im Widerspruch dazu, der Handel rechnet mit einer eher zunehmenden Kriminalität. Es gibt die Möglichkeit, auf dem EHI-Server eine Leseprobe zur aktuellen Studie herunterzuladen im Format PDF, 13 Seiten, 431 Kilobyte. Neben Vorwort und Inhaltsverzeichnis steht Interessenten damit auch eine aussagefähige Zusammenfassung zur Verfügung.