Freitag, 14. Mai 2021
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IoT-Beispiel Stockholm: der autonome Droide Doora

Stockholm / SE. (t2 / eb) Richtig interessant werden autonome Roboter im Lebensmittel- Liefergeschäft wohl erst, wenn sie auch Treppen steigen können. Wenn sie den Menschen mehr Lebensqualität bringen können, die zum Beispiel schlecht zu Fuß sind. Die Unterstützung im Alltag gut gebrauchen können. Also nicht nur im flüchtigen Quickservice- Liefergeschäft, sondern auch als Option dort, wo man es einer alternden Gesellschaft ermöglichen will, länger in den eigenen vier Wänden zu bleiben.

In Deutschland ist das noch Zukunftsmusik. Glücklicherweise müssen wir nicht mehr nur nach Übersee oder Asien gucken, um Anwendungen aufzuspüren, die für Bäckerei, Konditorei, den LEH und die Gastronomie interessant sein könnten. In Schwedens Hauptstadt Stockholm ist neuerdings «Doora» unterwegs. Der autonome Droide nutzt das G5-Netz des Telekommunikatinsanbieters Tele2. In einem ersten Test Mitte März hat Doora gelernt, sich intelligent durch die Straßen zu bewegen. In einem zweiten Test, der diese Woche begann, wird Doora erstmals autonom Bestellungen ausliefern. Wie das alles funktioniert, ohne sich zu verfahren, hat Tele2 wie folgt zusammengefasst:

Diese Woche setzen das Q-Commerce-Unternehmen Foodora und der Telekommunikationsbetreiber Tele2 Live-Tests der Hauszustellung mit 5G-Technologie im Zentrum von Stockholm fort. In diesem Schritt wird der q-retail-Roboter Doora damit beginnen, Lebensmittel an eine Testgruppe von Kunden auszuliefern, wodurch die Zukunft der Lieferungen in greifbare Nähe rückt.

Die zweite Phase des Tests mit selbstfahrenden Lebensmittellieferungen im Zentrum Stockholms mit dem Q-Retail Roboter Doora beginnt jetzt. In der ersten Phase rollte Doora durch die Straßen von Stockholm und analysierte den selbstfahrenden Roboter und wie er Objekten und Passanten auswich. Auch das Überqueren von Fußgängerüberwegen und der Umgang mit Bordsteinen wurden getestet.

In der nächsten Phase, die jetzt beginnt, werden die Tests fortgesetzt, bei denen Doora Bestellungen über die Foodora-Plattform an Kunden ausliefert. Foodora wird analysieren, wie gut Doora bei der Abholung und Auslieferung abschneidet, und Feedback von Partnern und Kunden für die Weiterentwicklung des Dienstes sammeln.

John Denbratt, Logistics Manager Foodora Schweden: «Der erste Test mit Doora hat die Erwartungen übertroffen. Sich mit Partnern zusammenzutun, die wie wir innovativ denken und schnell arbeiten, ist das ein gutes Rezept. Meine Hoffnung aus den Tests dieser Woche ist, dass wir bald damit beginnen können, die Technologie der Zukunft in Foodora einzusetzen, so dass Doora ein alltäglicher Anblick auf den Straßen Schwedens sein kann. Wir haben weitere ähnliche Projekte, die bald eingeführt werden sollen.»

Stefan Trampus, Business Area Manager bei Tele2: «Während wir uns auf die Einführung von 5G in Schweden vorbereiten, arbeiten wir parallel an mehreren spannenden Projekten, in denen wir untersuchen, wie wir das volle Potenzial von 5G ausschöpfen können. Dieses Projekt, das wir jetzt zusammen mit Foodora durchführen, ist eindeutig eines der spannendsten und wir werden das Konzept nutzen können, sehen wir uns andere Branchen und Anwendungsfälle an.»

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Verbunden mit dem 5G-Netz von Tele2 kann der Doora-Roboter seine Umgebung wahrnehmen, kommunizieren und auf diese Weise einen situativen Service schaffen – selbstfahrende Hauslieferungen. Doora verfügt über eine Kamera, die Echtzeit-Informationen an Foodora sendet, das den Roboter verfolgen und ihm folgen kann und schnell Daten an und von Doora sendet.

Das Internet der Dinge (IoT) ist ein Konzept, das nun auch bei den schwedischen Hauslieferungen Einzug gehalten hat. Foodora prognostiziert, dass die Zahl der Hauslieferungen in Zukunft deutlich steigen wird. Deshalb arbeitet Foodora mit Tele2 zusammen, um reibungslose und bessere Lösungen zu finden, die auf die Bedürfnisse der Zukunft zugeschnitten sind. Mit 5G kann Doora schnelle Entscheidungen treffen, wenn es sich auf Straßen und Plätzen bewegt. Wobei das IoT die digitalen Tools ergänzt, um die volle Kontrolle über Doora zu erhalten, falls Hard- oder Softwareprobleme auftreten.

Fakten zum Pilotversuch

Der Q-Handelsroboter Doora wird für eine Woche in der Praxis getestet. Doora kann sowohl Lebensmittel als auch andere Produkte mit einem Gewicht von bis zu 20 Kilogramm transportieren.

Fakten zum Q-Handelsroboter Doora
  • Abmessungen: 60 x 70 x 80 Zentimeter (Länge x Breite x Höhe)
  • Eigengewicht: 30 Kilogramm
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 50 Kilogramm
  • Geschwindigkeit: 6 Kilometer pro Stunde
  • Konnektivität: 5G-Netz
  • Leistungsfähigheit der Batterie: 8 Stunden
  • Ladezeit: 4 Stunden (Fotos: Tele2 – Video: Tele2 über Youtube)