Dienstag, 19. Januar 2021
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Jeder vierte Verbraucher scannt QR-Codes auf Lebensmitteln

Berlin. (bk) Die Verbraucher in Deutschland informieren sich zunehmend über Herkunft und Inhaltsstoffe ihrer Lebensmittel. So hat jeder Vierte (24 Prozent) schon einmal den QR-Code oder den Barcode auf der Verpackung mit Hilfe einer Smartphone-App gescannt, um Informationen über das Produkt zu erhalten – das sind sieben Prozentpunkte mehr als 2019 (17 Prozent). 42 Prozent können sich vorstellen, eine solche App künftig zu nutzen – fünf Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr (2019: 37 Prozent). Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.005 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren.

Demnach ist auch ein Trend zu regionalen Produkten zu verzeichnen: So suchen 26 Prozent der Verbraucher online regionale Waren oder Gastronomieangebote – 40 Prozent können sich vorstellen, dies künftig zu tun. Jeder Fünfte (20 Prozent) hat auch schon einmal bei einem digitalen Hofladen oder einer Online-Plattform für landwirtschaftliche Produkte eingekauft, für jeden Dritten (34 Prozent) kommt dies künftig in Frage. «Die Verbraucher wollen wissen, woher ihre Lebensmittel kommen. Mithilfe digitaler Technologien können heute sämtliche Stationen, die ein Produkt von seiner Herstellung bis zum Verbraucher zurücklegt, nachvollzogen werden», sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Noch nicht sehr verbreitet sind Online-Bestellungen sogenannter Gemüse- oder Lebensmittelkisten aus der Region, die meist per Abo vom Erzeuger direkt an die Haustür geliefert werden: 9 Prozent der Verbraucher haben ein solches Angebot schon einmal genutzt. Darüber hinaus ist es für jeden Dritten (32 Prozent) für die Zukunft interessant. Jeder Vierte (25 Prozent) interessiert sich zudem für Crowdbutching-Angebote, bei denen ein meist nach ökologischen Richtlinien gehaltenes Tier erst dann geschlachtet wird, wenn sein Fleisch komplett über das Internet verkauft wurde. Dieses wird dann ohne Zwischenhändler direkt an die Kunden geschickt. Allerdings haben erst 3 Prozent ein solches Angebot schon einmal genutzt.