Dienstag, 6. Dezember 2022
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Kärnten: Bäcker sehen Licht am Ende des Tunnels

Klagenfurt / AT. (div) Im letzten Jahrzehnt hat rund ein Drittel aller backenden Betriebe im österreichischen Bundesland Kärnten aufgegeben. In Zahlen: Waren es 1999 noch 180 Betriebe in der Landesinnung, so sind es heute etwa 120 Bäckereien, sagt Landesinnungsmeister (LIM) Martin Vallant gegenüber der Regionalpresse. Er sieht das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Einerseits ist es natürlich schade um das eine Drittel, das es heute nicht mehr gibt. Andererseits könnten die verbliebenen zwei Drittel nun kraftvoll der Krise trotzen. «Die Bäcker punkten gerade jetzt mit Regionalität und kurzen Transportwegen», schließt sich Stefan Dareb, Geschäftsführer der Fachgruppe Lebensmittelgewerbe, der optimistischen Beurteilung der Lage an. Wobei der Preiskampf weiterhin «gegeben» sei. «Es gibt einen Zuzug zum Diskont, weil sich viele Leute mit preisgünstigerer Ware versorgen. Hofer, Penny und Lidl boomen», sagt Alexander Legat, der mit seinem Betrieb Großmärkte und Einzelhandel beliefert. Insgesamt, auch in den eigenen Filialen, halte sich der Umsatz konstant. Stärker als die Krise habe man im Winter die Umstellung der Filialen auf Nichtraucher-Lokale gespürt. «Die Supermarktketten und die Industrie üben auf kleine Handwerksbäckereien zunehmend Druck aus», räumt Stefan Dareb ein. Kleine Bäckereien würden allerdings mit Spezialitäten dagegenhalten. «Gerade jetzt kaufen die Leute wieder lieber das, was sie im Ort selbst haben», sagt LIM Vallant, der in Althofen bäckt.

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