Dienstag, 29. September 2020
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Kamps GmbH: liebäugelt mit Multinationalisierung

Schwalmtal. (wib) Im zweiten Halbjahr 2010 hatte der Eigenkapitalfonds German Equity Partners III (GEP III) gemeinsam mit dem bestehenden Management um Jaap Schalken die Kamps GmbH von der Lieken AG erworben – einer hundertprozentigen Tochter der Barilla Gruppe (siehe WebBaecker 33/2010 und 37/2010). Seither bewerten die Schwalmtaler Großbäcker ihr gesamtes Filialsystem neu (siehe etwa 12/2011) und konzentrieren sich vor allem auf den Ausbau ihres Backstuben-Konzepts in Hochfrequenz-Lagen. So gab es zum Jahresende 2010 bereits 21 Kamps Backstuben neben den bundesweit rund 620 konventionellen Kamps-Filialen. In den nächsten fünf Jahren sollen weitere 100 Kamps Backstuben hinzukommen. Dabei denkt Geschäftsführer Jaap Schalken offenbar nicht nur in bundesdeutschen Grenzen, sondern auch darüber hinaus. Jedenfalls gebe es «sehr konkrete Anfragen von möglichen Joint Venture-Partnern und Franchise-Unternehmen», sagte Schalken Anfang der Woche gegenüber der «Süddeutschen Zeitung». Den Angaben zufolge wollen die Großbäcker bis Ende 2012 «mindestens» in einem Land außerhalb Deutschlands vertreten sein. Wobei die multinationalen Pläne sowohl die «Backstuben» als auch das konventionelle Filialgeschäft betreffen könnten – vermuten wir mal. Wie auch immer: Im Geschäftsjahr 2010 erzielte die Kamps GmbH einen Umsatz von rund 285 Millionen Euro. Das Unternehmen zählte zum Stichtag etwa 700 Beschäftigte und bediente pro Tag ungefähr 300.000 Kunden respektive Gäste.