KEB: 10 Jahre im Dienst des guten Geschmacks

München. (keb) Im zehnten Jahr seines Bestehens hat der gemeinnützige Verein Kulinarisches Erbe Bayern (KEB) auf der turnusmäßigen Mitgliederversammlung eine Bilanz seines Wirkens in 2019 vorgelegt. Den Jahresauftakt bildeten die Präsenzen auf den Jugendmeisterschaften in den gastgewerblichen Ausbildungsberufen im Rahmen der Hoga-Messe Mitte Januar in Nürnberg sowie auf dem länderübergreifenden Lehrlings-Wettbewerb «So schmeckt die Rhön» Mitte März in Bad Kissingen. Dem folgten Ende März der Dialog mit dem Ernährungshandwerk und dem Dehoga Bayern im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse sowie Ende Mai der Auftritt auf dem Hoffest des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gemeinsam mit einem Partnerbetrieb des bayerischen Bäckerhandwerks. Auf dem Treffen der Schatzbewahrer Ende Juni in Regensburg oblag dem KEB das Abschluß-Statement und die Zusammenfassung der Tagungsergebnisse. Mitte Juli erfolgte die Teilnahme am Halbjahrestreffen des Bündnisses «Wir retten Lebensmittel», dem der Verein KEB seit 2018 angehört. Zur Vorbereitung der Herbst-Aktion «Kulinarisches Erbe auf dem Teller» fand Ende Juli die Jurysitzung statt, auf der es neben der Auswahl der teilnehmenden Betriebe auch um die Anpassung der Menüvorschläge der teilnehmenden Gastronomen an die Ausschreibungsbedingungen ging. Nach der Sommerpause fand auf dem Sommeliergipfel der Genuss-Akademie in Kulmbach Anfang Oktober der offizielle Start dieser dreiwöchigen Aktion statt, über die das Bayerische Fernsehen Mitte Oktober in der Rundschau einen Filmbeitrag aus dem Gasthof «Zur Krone» in Ostheim vor der Rhön berichtete. Ende Oktober konnte das Kulinarische Erbe Bayern seine Position zum Thema «Lebensmittel und Ernährung» beim «Runden Tisch Verbraucherpolitik» der Akademie für Politik und Zeitgeschehen an Hanns-Seidel-Stiftung einbringen. Zudem nahm das Kulinarische Erbe am Netzwerktreffen des «Cluster Ernährung» teil, welches 2019 im «Knoblauchsland» vor den Toren Nürnbergs stattfand.

Die Versammlung fand unter Beachtung der gebotenen Corona-Etikette in den Räumen des Dehoga Bayern statt. Mit großem Interesse folgten die Mitglieder den Ausführungen von Dehoga-Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert, der die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Gastgewerbe in Bayern schilderte. Die Krise hat die Bedeutung regionaler Wertschöpfungsketten wieder in den Mittelpunkt gerückt. Deshalb begrüßte er das Engagement des Kulinarischen Erbe Bayern für die bayerische Traditionsküche. Aktuell gelte es, jegliche Verbesserung umgehend zu nutzen, um die Strukturen zu erhalten und die wirtschaftliche Basis er Betriebe zu stabilisieren.

Gast-Referent auf der Mitgliederversammlung war der Leiter der Agentur für Lebensmittel – Produkte aus Bayern alp, Georg Hausl. Er informierte die Mitglieder über die inhaltliche Ausprägung des Agrarmarketings des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und stand darüber hinaus noch für eine rege Diskussion zur Verfügung. Die Regularien gingen reibungslos über die Bühne. Mit der Aufnahme von 3 neuen Mitgliedsverbänden kann der Verein nunmehr die gesamte Linie der Lebensmittelhandwerke in Bayern als Mitglieder vorweisen, was seiner Schlagkraft einen willkommenen Schub verleiht. In den turnusmäßigen Vorstandswahlen wurden Vorstandsvorsitzender Prof. Franz-Theo Gottwald und sein Stellvertreter Lars Bubnick ebenso einstimmig im Amt bestätigt wie Johannes Bucej (Schatzmeister) und Dr. Simon Reitmeier. Neu in den Vorstand gewählt wurde – ebenfalls einstimmig – Stephan Kopp.