Donnerstag, 1. Dezember 2022
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Keine Zukunft ohne intelligentes Energiemanagement

Buchholz / Nordheide. (ele) Der aktuelle Welt-Energie-Ausblick der Internationalen Energieagentur (IEA) warnt vor einem deutlichen Anstieg des weltweiten Energieverbrauchs bis 2030, tritt keine grundlegende Änderung der globalen Energienutzung ein. Im Rahmen einer umfassenden Analyse verknüpft die IEA die globalen Energietrends zudem mit einem detaillierten Klimaschutzszenario.

Der so genannte World Energy Outlook beziffert das Ausmaß der Investitionen, die im Energiebereich erforderlich sind, um das Ziel einer Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 2° Celsius zu erreichen. Nach diesen Berechnungen müssen zwischen 2010 und 2030 weltweit 10.000 Milliarden US-Dollar in kohlenstoffarme Technologien und Energieeffizienz investiert werden.

Die Finanzierung dieses gewaltigen Investitionsbedarfs ist eine große Herausforderung und wir wollen an dieser Stelle nicht der Frage nachgehen, wie «die Welt» das schultern will und wer uns hilft. Auf nationaler Ebene können wir froh sein, zu den wohlhabenden Industriestaaten zu gehören. Noch dazu zu einer Region, in der man verstanden hat, dass die Klimauhr längst «tickt».

Der nachhaltige Schutz der Umwelt und der effiziente Umgang mit Energie haben nicht zuletzt für viele Unternehmen in Deutschland einen hohen Stellenwert. Deshalb steht zum Beispiel die KfW Bankengruppe Unternehmen mit zinsgünstigen Kreditprogrammen zur Förderung umwelt- und klimaschutzrelevanter Investitionen unterstützend zur Seite. Das ist besonders interessant für backende Betriebe, denn Bäckereien gehören mit zu den Großverbrauchern von Energie.

Selbst eine mittelgroße Bäckerei erreicht sehr schnell eine Wärmeträger-Anschlussleistung von einem Megawatt (1.000.000 Watt). Addiert man dazu den elektrischen Strom für Kälte, Licht und Lüftung, kommen riesige Anschluss- und Verbrauchsleistungen zusammen – als direkt zu bezahlende Primärenergie.

Die eingangs skizzierte Dynamik auf dem weltweiten Energiemarkt mit seinen bekannten Auswirkungen auf das globale Klima wird nicht dazu führen, dass die Energiepreise in absehbarer Zeit sinken. Im Gegenteil: Jedes Unternehmen muss dafür sorgen, dass die beim Versorger erworbene Energie besser genutzt wird. Anders herum: Die beste Energiequelle ist die Vermeidung des Einsatzes von Energie.

Findet man zum Beispiel Wege, die gleiche Produktionsmenge mit einem geringeren Einsatz von Primärenergie zu erreichen, ist das kein unkomfortables «Energiesparen», sondern eine in Zahlen komfortable Steigerung der Energieeffizienz. Die Spezialisten von ELEKOM wissen: In den meisten Betrieben sind die Potentiale vorhanden, werden aber nicht ausgeschöpft. Unternehmer und Betriebsleiter kennen die «Brennpunkte». Einige Beispiele:

  • Wirkungsgradverbesserung (etwa in Kälteanlagen);
  • Energiezweitnutzung (bekannt unter dem Begriff Wärmerückgewinnung);
  • automatisierte Abschaltvorgänge;
  • Kälte aus Wärme;
  • erneuerbare Energien (wie zum Beispiel Pellets oder Hackschnitzel zur Wärmeerzeugung – künftig vielleicht Holz- oder Reststoffvergasung).

Bei guter Planung sind alle erforderlichen Maßnahmen mit relativ wenig Mehrkosten realisierbar und haben sich, realistisch betrachtet, in voraussichtlich etwa zehn Jahren amortisiert.

Beim Neubau sollten von Beginn an alle nicht nachrüstbaren Maßnahmen eingeplant werden. Auch wenn hierdurch die Investitionssumme steigt – es wird sich rechnen. In der vorhandenen Bäckerei ist die Einsparung von Primärenergie ebenfalls möglich, wenn auch mit mehr Planungs- und Investitionsaufwand sowie längerer Amortisationszeit.

Bedenken wir: Die Zukunftsfähigkeit einer Bäckerei wird nicht allein durch Spitzenqualität, gutes Marketing, Top-Organisation und ausreichend große Kapazität bestimmt, sondern ganz wesentlich durch den effizienten Einsatz von Energie. Wir können also etwas tun: für unser Portemonnaie heute und morgen, vor allem aber für das unserer Enkel und deren Chance auf Fortführung unserer Betriebe. Aktiver Klimaschutz sorgt zudem dafür, dass wir für unsere Enkel eine lebenswerte Umwelt erhalten.

Info: Beschäftigen Sie sich mit diesem Thema, dann sollten Sie das unverbindliche Gespräch mit den Spezialisten von ELEKOM suchen. Die Fachleute für Architektur, Produktionsplanung, Projektmanagement und Energieverbundkonzepte unterstützen Sie gern.

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