Dienstag, 18. Juni 2024
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Kuchen-Verkäufer gibt Kundin versehentlich 7.500 Euro mit

Freiburg. (ots) Das besondere Flair des Freiburger Münsterplatzes zieht nicht nur Einheimische an, sondern auch Menschen aus dem Dreiländereck. So auch am letzten Samstag eine Dame aus dem benachbarten Basel, die bei herrlichem Oktoberwetter über den Markt flanierte und an einem Backstand einen halben Käsekuchen erwarb. Voller Vorfreude auf den südbadischen Gaumenschmaus nahm sie den schützenden Kuchenkarton entgegen und fuhr zurück über die Grenze. Zuhause angekommen brühte sie sich einen Schweizer Schümli auf, um damit den kulinarischen Leckerbissen würdig abzurunden. Als die Frau jedoch den Karton öffnete, staunte sie nicht schlecht. Statt der gewünschten Käsetorte fand sie darin Bargeld – die Rede ist von rund 7.500 Euro. Die ehrliche Frau benachrichtigte umgehend die Freiburger Polizei. Zur gleichen Zeit hatte der Besitzer des Backstands bereits Anzeige gegen Unbekannt wegen Diebstahls seiner Tageskasse erstattet. Das Geld habe er in einem Kuchenkarton aufbewahrt. Wie es dort weggekommen sei, könne er sich nicht erklären. Manchmal löst man Fälle, indem man Eins und Eins zusammenzählt, schreibt die Polizei Freiburg. Ohne Mühe konnte der Anruf einer Schweizer Bürgerin mit der Diebstahlsanzeige des Bäckers in Verbindung und die «Rückführung» des Geldes auf den Weg gebracht werden. Die Finderin des Geldes hatte im Nachhinein gesehen noch Glück, dass sie an der Schweizer Grenze nicht kontrolliert wurde. Denn ihr Beteuern, dass sie nichts von dem «gestohlenen» Geld in der Kuchenschachtel wisse, hätten ihr die Zollbeamten vermutlich nur schwer abgenommen. So laute das Fazit: Kaufst Du in Deutschland Kuchen ein, schau nochmal in die Schachtel rein. Der Bäcker hingegen, der versehentlich den falschen Karton ausgehändigt hatte, konnte sein Glück kaum fassen und freute sich riesig über die Ehrlichkeit der Kundin. Neben einem angemessenen Finderlohn soll sie endlich auch in den Genuss eines Käsekuchens gekommen sein, den ihr der Kuchenbäcker persönlich vorbei gebracht habe.