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Kündigungsstreit: Hans im Glück erleidet Rückschlag

Lübeck. (pgs) In der seit über einem Jahr währenden juristischen Auseinandersetzung mit Hans im Glück hat die Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH in dieser Woche vor dem Landgericht München I einen wichtigen Etappensieg errungen. An dem Verkündungstermin haben die Richter zwar kein Urteil bekanntgegeben doch einen Beschluss veröffentlicht, der die grundlegende Position von Paniceus stärkt: Die von Hans im Glück ausgesprochene Kündigung wegen angeblicher Vertragsverstöße war unwirksam.

In dem Prozess geht es um Schadenersatzforderungen, die Hans im Glück und Peter Pane gegenseitig stellen. Hintergrund der Klage sind wechselseitig ausgesprochene Kündigungen von Systempartnerverträgen. In Folge der von ihr selbst ausgesprochenen Kündigung musste Paniceus die zwölf Hans-im-Glück-Restaurants binnen kürzester Zeit auf ein neues Konzept umstellen, um eine Schließung aller Restaurants zu verhindern. Dabei heraus kam «Peter Pane». Auf den Ersatz der damit verbundenen Kosten klagt Paniceus.

Das Landgericht München I appelliert nun an die Parteien, ein gerichtliches Mediationsverfahren zur Beilegung des Rechtsstreits mit einem Mediationsrichter abseits des Rechtsstreits aufzunehmen. Hierzu ist die Zustimmung von Hans im Glück und Paniceus erforderlich. Vergleichsversuche vor dem Landgericht München I sind nach Angaben aus Lübeck in der Vergangenheit gescheitert, so dass nunmehr ein Urteil durch das Landgericht München I gefällt werden muss. Die Bereitschaft von Paniceus zu einer grundsätzlichen Einigung besteht fort.

«Die Richter haben sich tief in den komplexen Sachverhalt eingearbeitet und unsere grundsätzliche Einschätzung bestätigt. Dass ein von uns angebotener Vergleich von Hans im Glück in der Vergangenheit nicht akzeptiert wurde, führte zu der Notwendigkeit, den Prozess fortzuführen. Vielleicht gibt es nun noch eine Chance zur Einigung», sagt Geschäftsführer und Inhaber von Paniceus, Patrick Junge.