Freitag, 23. April 2021
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Lambertz-Gruppe: schließt 2020 zufriedenstellend ab

Aachen. (lg) Die Lambertz-Gruppe, eines der führenden nationalen und europäischen Süßgebäckunternehmen und Weltmarktführer bei Herbst- und Weihnachtsgebäcken, blickt auf ein außergewöhnliches und unter dem Strich zufriedenstellendes Saisongeschäft in den Monaten September bis Dezember 2020 zurück.

Trotz der schwierigen Umstände: Saisonumsätze auf dem Niveau des Vorjahrs

«Die Corona-Pandemie hat natürlich auch in Bezug auf das Saisongeschäft mit Herbst- und Weihnachtsgebäcken zu einer Ausnahmesituation geführt. Negative Begleiterscheinungen waren sicherlich die Reduzierung von adventlichen Anlässen (etwa Nikolaus- oder Weihnachtsfeiern), der Ausfall der Weihnachtsmärkte, die geringeren Besucherfrequenzen in den Innenstädten und die Umsatzrückgänge an Verkaufsstellen im Traveller-Markt, etwa an Bahnhöfen und Flughäfen», relativiert Prof. Hermann Bühlbecker, Alleininhaber der Lambertz-Gruppe, das Fazit zum Saisonverlauf.

Die Umsatzausfälle in diesen Vertriebskanälen, sagt Bühlbecker weiter, konnten aber durch die gestiegene Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel kompensiert werden. «Die großen Handelsgruppen haben unsere klassischen Herbst- und Weihnachtssortimente wieder in voller Breite hervorragend präsentiert und zudem auch mit bundesweiten Werbekampagnen – etwa mit TV-Clips, Video-Trailern, Plakat- und Social-Media-Aktionen – aufmerksamkeitsstark beworben. Zum erfreulichen Gesamtergebnis haben sicherlich auch die kühlen Wetterbedingungen und die Tatsache beigetragen, dass sich die Verbraucher gerade auch in bitteren Zeiten gerne etwas Süßes gönnen. Neben dem Homing-Effekt war hierbei vor allem wohl die Sehnsucht nach Normalität und Heimeligkeit, also auch nach schönen, nostalgischen Gefühlen und Momenten, ausschlaggebend. Umsatzzuwächse gab es zudem in unserem Online-Geschäft», fasst der Lambertz-Inhaber die positiven Aspekte zusammen. Allerdings gab es auch negative Entwicklungen im Export, etwa durch Umsatzverluste in Spanien und Frankreich, die von strikten Lockdowns verursacht wurden. Die Reduzierung sozialer Kontakte führte zudem zu Absatzrückgängen im Segment «Gebäckmischungen», die normalerweise vor allem im familiären Kreis und bei Konferenzen verzehrt werden.

Trotz dieser Teilprobleme konnte die Lambertz-Gruppe, zu der unter anderem auch die Traditionsmarken Weiss-Lebkuchen (Neu-Ulm), Haeberlein-Metzger (Nürnberg), Lambertz/Kinkartz (Aachen) und Dr. Quendt (Dresden) gehören, in der zurückliegenden Herbst- und Weihnachtssaison ein Gesamtergebnis erzielen, das auf dem Niveau des Vorjahres liegt.

Ausblick 2021: Unternehmensdynamik fortsetzen – Arbeitsplätze sichern – 333jähriges Firmenjubiläum

Trotz der weiterhin fortschreitenden Corona-Pandemie wird die Lambertz-Gruppe ihr Maßnahmen, die etwa die Bereiche Sortimentserweiterungen, Vertriebs- und Marketing-Projekte sowie Investitionsvolumen betreffen, auch in diesem Jahr wie geplant fortsetzen. Bühlbecker zur Perspektive: «In Teilen des Handels ist die Lage weiterhin sehr angespannt. Dies betrifft nicht ja nicht nur den Süßwaren-Fachhandel im kleinen und großen Maßstab, der von Insolvenzen bedroht ist oder diese bereits beantragt hat, sondern auch Vertriebsschienen in Innenstadt-Lagen, in Shopping-Centern und im Traveller-Markt. Die Situation im Export, der mit einer Quote von über 60 Prozent bisher eine tragende Geschäftssäule der deutschen Süßwarenhersteller darstellte, ist ebenfalls kritisch.» Während in den ersten Phasen der Krise im Vordergrund stand, weiterhin die Produktion und die Belieferung des Handels zu gewährleisten, gelte es in diesem Jahr vor allem, die bisherige Unternehmensdynamik fortzuführen und auch neue Ziele anzupacken. Bühlbecker: «Stillstand oder gar Rückschritt sind diesbezüglich keine probaten Mitteln. Gerade auch, wenn es gilt, angesichts der allgemein schwierigen Wirtschaftslage unsere Arbeitsplätze zu sichern.» Aktuell beschäftigt die Lambertz-Gruppe an ihren insgesamt acht Produktionsstandorten rund 4000 Mitarbeitende.

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333 Jahre: Traditionskultur, Innovation und Optimismus

Der engagierte Ausblick auf 2021 steht wesentlich auch im Zeichen des 333-jährigen Firmenjubiläums. Die Urgründung des Unternehmens geht auf die Bäckerei «Haus zur Sonne» am Aachener Markt im Jahr 1688 zurück. Gerade ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat Lambertz die Entwicklung der Aachener Printen – etwa durch neue Herstellungsverfahren der klassischen Kräuterprinte – revolutioniert und vorangetrieben. Später folgten weitere Innovationen – unter anderem etwa mit der Erfindung der ersten Printe, die mit Schokolade überzogen wurde, mit den ersten Nussprinten und der sogenannten «Saftprinte», durch deren weichere Konsistenz größere Konsumentenkreise auch außerhalb des Heimatmarktes erschlossen werden konnten.

In den letzten 40 Jahren konnte sich das Familienunternehmen – etwa auch durch Zukäufe bekannter Traditionsmarken wie etwa Weiss Lebkuchen (Neu-Ulm), Kinkartz (Aachen/Würselen), Haeberlein-Metzger (Nürnberg) und Dr. Quendt (Markenstollen aus Dresden) – zum führenden nationalen wie internationalen Anbieter von Herbst- und Weihnachtsgebäcken entwickeln. Die Lambertz-Gruppe, die im Geschäftsjahr 2019/2020 auf einen Gesamtumsatz von 637 Millionen Euro kam, produziert neben ihren klassischen Segmenten auch ein breites Sortiment an sogenannten Jahresgebäcken, deren Anteil aktuell bei 60 Prozent liegt. Im Bereich der Bio-Gebäcke ist der Aachener Hersteller mittlerweile nationaler Marktführer. Insgesamt verfügt die Lambertz-Gruppe über acht Produktionsstandorte (zwei davon in Polen). Die Exportquote lag im letzten Geschäftsjahr bei 23,5 Prozent.

Bühlbecker blickt zurück und nach vorne: «In seiner 333-jährigen Geschichte hat das Unternehmen eine Vielzahl an Kriegen, Wirtschaftskrisen und auch Seuchen überlebt. Dies war nur möglich, indem die bisherigen Unternehmenslenker immer wieder großen, unternehmerischen Mut aufbrachten und an die Zukunft glaubten. Diesen Optimismus tragen wir selbstverständlich weiter. Entsprechend werden wir dieses Jubiläum auch angesichts der Corona-Pandemie begehen und gestalten. Grundsätzlich gilt dies für unsere Sortiments-, Vertriebs- und Marketingaktionen im Kontext des Jubiläums, aber auch für eine entsprechende Feier oder Party, die hoffentlich im Sommer oder Herbst wieder möglich sein wird.»

Aufwändige, digitale Gesamtpräsentation: Der virtuelle Showroom der Lambertz-Gruppe – Neue Dimension in der Vertriebs- und Marketingkommunikation

Der Ausfall der Internationalen Süßwarenmesse (ISM) – für die Lambertz-Gruppe immer schon ein zentrales unternehmerisches wie gesellschaftliches Forum – hat das Management bewogen, die digitale Transformation weiter zu forcieren. Als wegweisende Vertriebs- und Marketingergänzung hat das Traditionsunternehmen einen aufwändigen, digitalen Showroom entwickelt, der als umfassende Präsentations- und Kommunikationsplattform dient und den realen Messestand in fast allen Facetten darstellt. Der virtuelle, 3-D animierte Messeauftritt gibt das Live-Modell nicht nur 1:1 detailgetreu wieder, sondern bietet neben den Kerninformationen etwa zum Sortiment und zu den Produktneuheiten auch zahlreiche Möglichkeiten der Interaktion und zum weiterführenden, digitalen Fachgespräch zwischen den Handelspartnern und dem Vertriebsteam.

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Der virtuelle Messestand, sagt Petra Follmann, Marketingleiterin der Lambertz-Gruppe, könne zwar Präsenztreffen nicht hundertprozentig ersetzen, biete dafür aber einen hochkonzentrierten Informationsraum an, der zudem auch spannend und abwechslungsreich gestaltet ist, also der Messe- und Standwirklichkeit sowie einem Fachaustausch unter normalen Bedingungen sehr nahe kommt. «Unter dem Gebot der Kontaktreduzierung in der Corona-Pandemie hat ja auch der Dialog zwischen Handel und Herstellern genügend gelitten. Unser digitales Pionierprojekt ist deshalb nicht nur als einmalige Plattform im Messeumfeld gedacht, sondern auch als grundsätzliche, probate Ergänzung für unsere zukünftigen Vertriebs- und Marketingmaßnahmen konzipiert», erläutert sie die direkte und übergeordnete Zielsetzung.

Insgesamt werden rund 200 Produkte aus dem Gesamtsortiment, neben «Lambertz» etwa auch von den Marken Weiss, Kinkartz, Haeberlein-Metzger und Dr. Quendt, mit allen Kerninformationen umfassend in 3-D-Versionen dargestellt. Dies gilt auch für das Neuheiten-Portfolio, dem entsprechende Infosäulen gewidmet sind. Zusätzlich können die Neuheiten auch noch per «Augmented Reality-Technologie» dem Messestand entnommen, in die Umgebungswirklichkeit des Betrachters integriert und darin im 360-Grad-Radius bewegt werden. Weitergehend besteht auch die Möglichkeit, dass sich die Gesprächspartner über eine zusätzliche Videoschalte gemeinsam durch den Messestand bewegen und sich dabei direkt austauschen.

Produktklassiker mit dem Vegan-Label: Eine Vitrine auf dem digitalen Messestand ist zudem dem Trend «Vegan» gewidmet. Hierbei werden Saison- und Ganzjahresprodukte aus dem Gesamtsortiment mit dem V-Label der «European Vegetarian Union» präsentiert, die grundsätzlich vegan sind. Dazu gehören unter anderem Bio-Hafer-Cookies, Kräuter- und Schokoprinten, Dominosteine, Lebkuchen-Herzen und Magenbrot.

Der digitale Showroom spiegelt neben der sachlichen Informationsbreite vor allem die Gesamtatmosphäre des realen Messestandes als perfekte Illusion wider – von den bekannten, historischen Bildern des Lambertz-Stammhauses bis hin zu animierten Videos etwa von den «Lambertz-Monday-Night»-Partys, die über die Monitore laufen.

Neuheiten 2021: Fokus auf Mini-Formate, Konditoren-Schalen, «Henry’s Snack-Range» und Bio-Gebäcke

Bei ihren Neuheiten für 2021 setzt die Lambertz-Gruppe wesentlich auch auf trendige Mini-Formate – dies gilt gleichermaßen für Saisonprodukte wie für Jahresartikel. Zudem präsentiert der Gebäckspezialist hochwertige, handwerklich anmutende Konditoren-Schalen – unter der Marke «Weiss» mit Lebkuchen-Klassikern und unter der Marke «Lambertz» mit einem «Bio-Gebäck-Körbchen». Mit den neuen Varianten «Henry’s Snacks Cereal Bites Kokos-Kürbiskern» und «Henry’s Snacks Cereal Bites Sesam-Sonnenblumenkern» erweitert die Lambertz-Gruppe ihre erfolgreiche Snack Range «Henry’s» in Bio-Qualität. Das knusprige Gebäck im trendigen One-Bite-Format eignet sich ideal für den ernährungsbewussten, vitalen Genießer, der nicht auf Naschereien verzichten möchte und dabei besonderen Wert auf biologische Zutaten legt. Ein weiteres Highlight in der Neuheiten-Range sind die «Henry Lambertz – Weiße Mozart Kugeln». Hergestellt nach traditionellem Verfahren ist das edle Schokoladen Praliné mit feincremigen Pistazien-Marzipan, Marzipan und einem Kern aus butterweicher Nuss-Nougat-Creme gefüllt. Veredelt wird die Kugel mit einer zweifachen Schokoladenumhüllung, erst mit Vollmilchschokolade und dann mit einer äußeren Schicht aus weißer Schokolade (Fotos: Lambertz Gruppe).