Dienstag, 18. Juni 2024
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Lebensmittel-Einzelhandel ringt mit weiter sinkendem Umsatz

Wiesbaden. (destatis) Der Einzelhandel in Deutschland hat nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts (Destatis) im Jahr 2023 real (preisbereinigt) 3,3 Prozent weniger Umsatz und nominal (nicht preisbereinigt) 2,3 Prozent mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2022. Das erste vorliegende reale Jahresergebnis liegt damit leicht unter der am 5. Januar 2024 veröffentlichten Schätzung. Im Vergleich zu 2021, als der bisher höchste Umsatz seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994 erzielt wurde, sank der reale Jahresumsatz 2023 um 3,9 Prozent. Während der Corona-Pandemie im Jahr 2020 hatte der deutsche Einzelhandel, unter anderem getragen durch den Internet- und Versandhandel, einen hohen realen Umsatzzuwachs von 4,8 Prozent erzielt, 2021 war der Umsatz nochmals um real 0,6 Prozent gestiegen. Dagegen war die reale Umsatzentwicklung 2022 (-0,7 Prozent) und 2023 (-3,3 Prozent) rückläufig. Damit lag der reale Jahresumsatz 2023 noch 1,3 Prozent über dem Vor-Corona-Niveau von 2019.

Realer Umsatz im Lebensmittel-Einzelhandel auf niedrigstem Niveau der letzten Jahre

Im Jahr 2023 ging der reale Umsatz im Lebensmittel-Einzelhandel gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Prozent zurück. Seit dem Corona-bedingten Rekordzuwachs von 5,4 Prozent im Jahr 2020 sanken die realen Umsätze in den folgenden drei Jahren kontinuierlich (2021: -1,6 Prozent; 2022: -4,6 Prozent). Im Gegensatz hierzu stieg der nominale Umsatz 2023 um 5,9 Prozent gegenüber 2022 und damit im zweiten Jahr in Folge deutlich (2022: +5,5 Prozent). Die Ursache für den realen Rückgang bei zugleich nominalem Umsatzanstieg sind die stark gestiegenen Preise für Nahrungsmittel (+12,4 Prozent im Jahresschnitt 2023 zum Vorjahr). Die Auswirkungen des höheren Preisniveaus werden besonders im langfristigen Vergleich deutlich: So war der reale Umsatz im Einzelhandel mit Lebensmitteln im Jahr 2023 um 5,0 Prozent niedriger als im Vor-Corona-Jahr 2019, wohingegen der nominale Umsatz um 21,4 Prozent höher war (Foto: pixabay.com).