Donnerstag, 29. Februar 2024
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Lebkuchen: erfreut sich traditioneller Beliebtheit

Bonn. (bdsi) Mit den kühleren Temperaturen steigt in Deutschland der Genuss von Lebkuchen, Printen und Honigkuchen. Der Pro-Kopf-Verbrauch der Deutschen von diesen Leckereien liegt seit mehreren Jahren stabil bei etwa 840 Gramm pro Jahr, schreibt der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI). Im Jahr 2013 produzierten die deutschen Hersteller rund 76.585 Tonnen dieser Erzeugnisse. Auch im Ausland erfreuen sich die in Deutschland hergestellten Traditionsprodukte großer Beliebtheit. Rund 13.000 Tonnen (17 Prozent) wurden 2013 exportiert, vor allem in die Nachbarstaaten der Europäischen Union, aber auch in die USA, die Schweiz, nach Kanada und Australien. Doch wo haben die Leckereien ihren Ursprung? Der Überlieferung nach nahm die traditionsreiche Geschichte des Lebkuchens ihren Anfang in fränkischen Klöstern: Abgeschirmt von der Öffentlichkeit wurde dort nach streng geheimen Rezepturen und unter Beimengung erlesener Zutaten der «Lebkuchen» geboren. Es waren auch Ordensleute, die im Mittelalter erstmals die «hostia oblata» – das geweihte Messopfer – als Unterlage für den Lebkuchenteig nutzten. Von Generation zu Generation überliefert, werden die Rezepturen für Oblaten-Lebkuchen bis heute in der Lebküchnerei angewandt. Das älteste, schriftlich überlieferte Rezept hierfür stammt aus dem 16. Jahrhundert. Noch heute bildet die Oblate den «Unterbau» für die feine Leckerei. Ihren intensiven Geschmack erhalten Oblaten-Lebkuchen durch edle Gewürze aus aller Welt: Anis aus Ägypten, Nelken aus Madagaskar, Ingwer und Kardamom aus Indien, Muskatblüten aus Sumatra, Piment aus Mexiko und Zimt aus Sri Lanka veredeln das Backwerk zu einer besonderen Spezialität.

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