Samstag, 6. März 2021
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LIV Bayern: «Mehr Wertschätzung für das Lebensmittel Brot»

München. (liv) Für die große Mehrheit der Deutschen ist nach wie vor Brot das Grundnahrungsmittel Nummer eins. Auf dem Verbandstag des bayerischen Bäckerhandwerks am 22. Mai in Kulmbach betonten deshalb sowohl die Festrednerin, Bundesministerin Ilse Aigner, MdB, als auch der Landesinnungsmeister (LIM) des bayerischen Bäckerhandwerks, dass die gesellschaftliche Wertschätzung für Brot verbessert werden müsse. LIM Heinrich Traublinger, MdL a. D. sprach dabei sich vor allem gegen bürokratische Behinderungen von traditionellen Rezepturen und Produktionsverfahren für Brot aus. Als Beispiele nannte er die immer noch nicht ganz ad acta gelegten Bestrebungen der EU, einen Salzgrenzwert für «gesundes» Brot festzulegen und die überkomplizierte Regelung für die Kennzeichnung allergener Stoffe. Ministerin Aigner begrüßte ausdrücklich das Anliegen des Bäckerhandwerks, die deutsche Brotvielfalt als immaterielles Weltkulturerbe durch die Unesco anerkennen zu lassen. Angesichts der erst wenige Tage zurückliegenden Entscheidung für die Hygiene-Ampel spielte natürlich auch dieses Thema eine große Rolle. Traublinger stellte klar: «Wir halten die Hygiene-Ampel nicht nur für überflüssig sondern auch für gefährlich» – heißt es in einer Mitteilung anlässlich des Bäcker-Verbandstags 2011 in Kulmbach.