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LLI: steigert Ergebnis deutlich auf 51,7 Millionen Euro

Wien / AT. (lli) Die Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG (LLI) blickte bereits im Februar auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2012/2013 (Stichtag 30. September) zurück. Mit einem Umsatz von rund 1,13 Milliarden Euro (VJ: 1,07 Milliarden Euro) konnte die Milliarden-Umsatz-Marke nun bereits zum dritten Mal überschritten werden. Deutlich über den Vorjahren lag das EGT mit 51,7 Millionen Euro (VJ: 41,6 Millionen Euro, VVJ: 16,3 Millionen Euro ) – ein Plus von 10,1 Millionen Euro im Verhältnis zum Vorjahr und 35,4 Millionen Euro im Verhältnis zu 2010/2011. «Entscheidend für diesen Erfolg ist die breite internationale Aufstellung des Unternehmens bei gleichzeitig klarer und konsequenter Straffung der Entscheidungs- und Führungsstrukturen», betont LLI-Generaldirektor DI Josef Pröll gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Dr. Kurt Miesenböck und Mag. Christian Teufl.

Mittlerweile werden 86 Prozent (VJ: 85,6 Prozent) des Umsatzes der LLI über die internationalen Tochtergesellschaften erwirtschaftet, nämlich rund eine Milliarde Euro. Im Wesentlichen entfällt der Auslandsumsatz auf die Staaten Mittel-, Ost- und Südosteuropas.

Die GoodMills Group (vormals LLI Euromills), in der die gesamten Mühlenaktivitäten der LLI gebündelt sind, zählt zu den Top vier der Mühlenbranche weltweit. Sie ist in Österreich, Deutschland, Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien und Bulgarien durch Tochtergesellschaften mit eigenen Standorten vertreten, wobei die Mehrzahl davon die Marktführerschaft innehat.

Der Geschäftsverlauf des Segments Mehl und Mühle wird wesentlich durch die Entwicklung der Getreidepreise beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2012/2013 gelang es, die Steigerung im Wareneinsatz (Getreidepreis) über den Mehlpreis an den Markt weiterzugeben und dadurch das operative Ergebnis der gesamten GoodMills Group weiter zu verbessern. Die elementare Rolle des Getreideeinkaufs wird durch das gruppenweit installierte Risikomanagement optimiert, die Einhaltung von Limits konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Der einheitliche Auftritt der Gruppe wird vom Markt sehr positiv aufgenommen.

Richtungsweisend war im vergangenen Geschäftsjahr die Übernahme von über 95 Prozent des Grundkapitals an den deutschen VK Mühlen verbunden mit dem Antrag auf Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre. Die angestrebten 100 Prozent Eigentum an den VK Mühlen sollen, so LLI Generaldirektor Josef Pröll, im Mühlenbereich eine «Wachstumsstrategie aus einer Hand ermöglichen». Ziel sei es, die Marktführerschaft auszubauen und die Erträge zu steigern. Mit dem Auftrag, die weitere Restrukturierung und Integration der GoodMills Group voranzutreiben, wurde auch ein neues Führungsteam bei der GoodMills Group eingesetzt.

Segment Vending: Neuauftragslage erneut über den Erwartungen

Das Segment Vending (cafe+co) wird im Wesentlichen durch die Anzahl der aufgestellten Automaten und deren Frequenz beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2012/2013 konnte ein Umsatzwachstum von 6,3 Millionen Euro respektive 4,3 Prozent auf 154,8 Millionen Euro (VJ: 148,5 Millionen Euro) erzielt werden. Durch Beschäftigungsrückgänge bei Industriekunden kam es zu rückläufigen Frequenzen; die Neuauftragslage lag hingegen erneut über den Erwartungen. Besonders mit dem vollautomatischen coffee-to-go-Konzept konnte ein neues Kundensegment gewonnen werden.

Die cafe+co International Holding GmbH ist der wichtigste und erfolgreichste Akteur im Automaten-Catering in Österreich und Zentral- und Osteuropa. Cafe+co setzt auf Nachhaltigkeit in allen Unternehmensbereichen, wobei sich durch die über die vergangenen Jahre ausgebaute hohe Kundendichte und dezentrale Organisation der cafe+co Gruppe kurze Wege und damit rasche Reaktionszeiten für den Kunden ergeben. Die der Premium-Linie zugrunde liegende Technologie gilt als besonders energieeffizient.

Ausblick

Der LLI Konzern rechnet im Geschäftsjahr 2013/2014 mit keiner signifikanten Veränderung der allgemeinen Wirtschaftslage, der Expansionskurs der vergangenen Jahre soll in beiden operativen Segmenten fortgesetzt werden. Insgesamt werden eine konstante Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie ein Investitionsvolumen auf Vorjahresniveau angestrebt. Regionale Kapazitätsanpassungen können weiterhin nicht ausgeschlossen werden, jedoch wird die prognostizierte, moderate Erholung des konjunkturellen Umfelds, die weitere Entwicklung der Gruppe positiv unterstützen. Die breite, regionale Diversifikation sowie die Präsenz in unterschiedlichen Branchen wird auch in Zukunft die positive Entwicklung der LLI und ihrer Tochtergesellschaften sichern.