Mittwoch, 5. Oktober 2022
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20170425-KARTENZAHLUNG

Martin Auer öffnet das erste bargeldlose Geschäft Österreichs

Graz / AT. (ots) Wie jeder der heute 28 Martin Auer-Standorte in Graz tanzt auch der jüngste bewusst aus der Reihe, denn Martin Auer sieht gern «übers Backblech» hinaus. Als die Installation von Bankomatkassen in allen Filialen anstand, wurden erstmals über die Vorzüge bargeldlosen Zahlens diskutiert. Und nun schreibt der Bäcker in der dritten Generation, der angibt, «den seltsamen Drang zu haben, die Dinge neu oder anders zu machen», mit der Realisierung des ersten bargeldlosen Geschäfts in Österreich Geschichte.

Trotzdem will der erfolgreiche Unternehmer «den radikalen Schritt nicht als Wunsch nach einer generellen Abschaffung des Bargeldes verstanden wissen». Viel mehr ist es ein Versuch, die zahlreichen Pluspunkte an vorerst einem Standort zu testen: So werden in erster Linie Zeitaufwand und Fehlerquellen beim Hantieren mit Scheinen und Münzen reduziert. Kein Wunder bei den etwa 600 Kundenkontakten pro Tag und Filiale, der alltäglichen Wechselgeldüberprüfung und Endabrechnung sowie dem teuren Einzahlungsgang auf die Bank. Auch für die Kunden ist es eine Zeitersparnis, wenn sie im Selbstbedienungslokal am Grazer Sonnenfelsplatz direkt an der Theke bestellen, bequem mit Karte zahlen und sich mit Kaffee, Snacks und Süßem im Gastgarten ihren Platz an der Sonne suchen. Dass man dank Konto- und Kreditkartenabrechnung auch einen besseren Überblick über die eigenen Finanzen behält, liegt ebenso auf der Hand wie die Tatsache, dass Einbrüchen so hoffentlich zum großen Teil der Riegel vorgeschoben werden kann.

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Martin Auer vermutet den einfachen Hang zur Gewohnheit hinter der Vorliebe so mancher Österreicher, noch immer lieber mit Bargeld zu bezahlen. Denn eigentlich sind so gut wie alle Erwachsenen mit Bankomat- oder/und Kreditkarte ausgerüstet. Nicht so die Kinder, aber hier schafft eine Prepaid-Card Abhilfe, die noch im Mai 2017 eingeführt wird. Sie kann in jeder Martin Auer-Filiale mit einem beliebigen Betrag aufgeladen und im Anschluss als bargeldloses Zahlungsmittel verwendet werden.

Bereits seit 1688 wird am Grazer Dietrichsteinplatz, wo sich das Stammhaus von Martin Auer befindet, Brot gebacken. Mit einem Anspruch, der höher nicht sein könnte: dem Brot die Seele zurückzugeben. Tradition hat aber für den Lieblingsbäcker der Grazer nie mit Routine zu tun. Neue Wege werden etwa mit den unkonventionell-frischen Shopdesigns, die das gesamte Stadtbild prägen, beschritten. Und natürlich mit den innovativen und preisgekrönten Konzepten dahinter. So finden sich unter den 28 Grazer Filialen das kunterbunte Familiencafé, der etwas andere Imbissstand namens «Brotküche», der Verein «Pane», dessen gesamter Erlös wohltätigen Zwecken zugutekommt, oder die neue, bargeldlose Filiale (Foto »AuerBrot«: Auer Brot GmbH – Foto »Kartenzahlung«: pixabay.com).

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