Freitag, 27. Januar 2023
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Massiver Datenklau bei WhatsApp: Anspruch auf Schadensersatz möglich

Lahr. (ots) Rund eine halbe Milliarde WhatsApp-Kontakte stehen seit Mitte November 2022 in einem Hackerforum zum Verkauf. Laut Medienberichten sind darunter auch sechs Millionen deutsche Rufnummern zu finden. Der Hacker hat «Cybernews» einen kleinen Datensatz zur Verfügung gestellt. Alle Nummern waren über WhatsApp erreichbar, berichtet das Online-Fachmagazin. Die Verbraucherkanzlei Dr. Stoll + Sauer bietet WhatsApp-Nutzern eine kostenlose anwaltliche Erstberatung im Online-Check.

Derzeit besteht noch keine Möglichkeit, eine Betroffenheit vom WhatsApp-Datenleck prüfen zu lassen. Ist der Check möglich, prüft die Kanzlei die Betroffenheit. Wer zu den Betroffenen gehört, dem ist ein immaterieller Schaden entstanden. WhatsApp muss die Daten besser schützen. Daraus ergibt sich ein Anspruch auf Schadensersatz. Die Dr. Stoll + Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH gehört zu den führenden Kanzleien im Verbraucherschutz. Mehr Infos zum Thema gibt es auf der Website der Kanzlei.

WhatsApp-Nachrichten von Unbekannten schnell löschen

Unternehmen, Behörden und Arbeitgeber sammeln Daten von Verbrauchern, verarbeiten sie, nutzen sie für ihre Zwecke und verdienen damit oft auch Geld. Allerdings wird mit den personenbezogenen Daten manchmal leichtfertig umgegangen, so dass es zu Verstößen gegen datenschutzrechtliche Normen kommt. Das Unternehmen Meta ist zum Beispiel am Landgericht Zwickau aufgrund eines Datenlecks beim Tochterunternehmen Facebook zur Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 1000 Euro verurteilt worden. Das Gericht machte deutlich: Facebook hätte die gestohlenen Daten besser schützen müssen. Auch der vorliegende Fall des Messenger-Dienstes WhatsApp zeigt, wie schnell hochsensible Daten von Kunden plötzlich für Dritte einsehbar und abgreifbar sind. Auch hier hätte das Unternehmen die Daten besser schützen müssen. WhatsApp gehört auch zur Meta-Gruppe wie Facebook:

  • Rund 500 Millionen WhatsApp-Kontakte hat ein Hacker beim Messenger-Dienst erbeutet. Wie er an die Daten herangekommen ist, lässt sich derzeit nicht klären. Der Hacker hat gegenüber dem Onlinemagazin Cybernews von «eigenen Methoden» gesprochen.
  • Das Magazin «Cybernews» spekuliert über eine automatisierte Suche nach möglichen Kontakten. Dahinter könnte auch ein «Scraping» stecken. Beim «Scraping» werden öffentlich zugängliche Daten im großen Stil zusammengetragen. Die AGB von WhatsApp verbietet das jedoch ausdrücklich.
  • Was kann den Betroffenen passieren? Aktuell drohen «nur» ungebetene Kontaktaufnahmen. Sollten Verbraucher Nachrichten von unbekannten Usern erhalten, ist Vorsicht angesagt. Besonders wenn Verweise in den Nachrichten angefügt sind oder um Geldüberweisungen gebeten wird. Ist der Absender der Nachricht unbekannt, sollte die Nummer am besten blockiert werden.
  • Kriminelle sammeln durch Datenlecks wie jetzt bei WhatsApp hochsensible personenbezogene Daten und generieren auf diese Weise E-Mails oder SMS, um Schadsoftware auf Computern oder Handys zu installieren. Letztlich geht es um das Abgreifen von Geld.
  • Ob WhatsApp-Nutzer betroffen sind, lässt sich aktuell noch nicht überprüfen. Gut möglich, dass altgediente Dienste wie haveibeenpwned.com die Datensätze bald integrieren werden und eine seriöse Überprüfung zulassen. Ist diese Überprüfung möglich, so übernimmt die Kanzlei Dr. Stoll + Sauer den Vorgang für ihre Mandaten.

Fazit: Der vorliegende Fall zeigt aus Sicht der Kanzlei Dr. Stoll + Sauer deutlich, wie unvorsichtig Unternehmen mit den Daten ihrer Kunden umgehen. Letztlich ist den Betroffenen durch das Datenleck ein immaterieller Schaden entstanden. Die Betroffenen wissen nicht, was mit ihren von Kriminellen abgegriffenen Daten geschehen wird. Hier liegt ein klarer Verstoß gegen die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) vor. Deutsche Gerichte sprechen von Datenlecks und Datenschutz-Verstößen Betroffenen mittlerweile hohe Schadensersatzsummen zu.

Die Chancen der Verbraucher auf Schadensersatz sind enorm gestiegen. Das gilt für alle Facetten des Datenschutzes – also Schufa-Angelegenheit, Sicherheitslücken in Unternehmen wie jüngst bei Twitter, Otto, Kaufland, Facebook, WhatsApp, Revolut und generell Verstößen gegen den Datenschutz. Die Kanzlei rät Verbrauchern daher zur anwaltlichen Beratung. Im kostenfreien Online-Check und der kostenlosen Erstberatung zeigt die Kanzlei Wege auf, den Schaden zu minimieren und Schadensersatz einzuklagen.

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