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Mehr als Spekulation: Lila Bäcker könnte sich gesundschrumpfen

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Pasewalk. (eb) Falls es Sie überrascht, dass sich die insolvente Unser Heimatbäcker Gruppe der Lila-Bäcker- Filialen entledigen will, die einen Sanierungserfolg gefährden könnten, dann interessiert Sie vielleicht eine Meldung, die kurz vor Ostern vorwiegend durch den norddeutschen Blätterwald rauschte. Demnach bestätigte Dr. Matthias Glötzner von der Engel + Zimmermann AG in seiner Eigenschaft als Unternehmenssprecher für den Lila Bäcker, dass der Filialist um die 70 seiner gut 400 Filialen schließen könnte. Die rund 2’700 Mitarbeitenden hätten nun Angst, beklagt sich die Regionalpresse fast gleichlautend unter Berufung auf die Ostsee-Zeitung. So oder so: Wie in der Vergangenheit schon mehrfach betont, weist Unternehmenssprecher Glötzner auch jetzt darauf hin, dass die Pasewalker Großbäcker ohne Kündigungen auskommen wollen. Wir werden sehen, was dabei herauskommt…

Aktualisierung vom 25. April: Einer am späten Nachmittag noch unbestätigten Meldung zufolge soll die Unternehmensgruppe Unser Heimatbäcker beabsichtigen, die Produktion in Dahlewitz (Brandenburg) zu schließen. Nach Angaben des Landesbezirks Ost der Gewerkschaft NGG soll dort nur die Logistik erhalten bleiben. Insgesamt zählt der Standort Dahlewitz früheren Berichten zufolge 120 Mitarbeitende. 60 Arbeitsplätze stünden mit der unbestätigten Entscheidung zur Disposition – 2,2 Prozent von 2’700 (Foto: pixabay.com).


Aktualisierung vom 26. April: Am frühen Nachmittag erreichte die Redaktion eine Stellungnahme der Unternehmensgruppe Unser Heimatbäcker, mit der die Pasewalker Gruppe die Vorgehensweise des Landesbezirks Ost der Gewerkschaft NGG auf deren Informationskanälen kritisiert. Die Details aus NGG-Feder ersparen wir Ihnen und uns. Die Stellungnahme der Lila Bäcker im Wortlaut:

«Gegen die Unterstellung der NGG, unsere Mitarbeiter nicht über die geplanten Veränderungen am Standort Dahlewitz informiert zu haben, verwahren wir uns. Aus unserer Sicht ist es ein redliches und allgemein anerkanntes Vorgehen, den Betriebsrat – als Vertretung der gesamten Belegschaft – im ersten Schritt zu informieren. Vor diesem Hintergrund können wir die Kritik der Gewerkschaft nicht nachvollziehen. Die Mitarbeiter am Standort Dahlewitz, sowie Führungskräfte und Filialmitarbeiter haben wir am Donnerstagabend – nach unserem Gespräch mit dem Betriebsrat – mittels eines Rundschreibens über den aktuellen Stand in Kenntnis gesetzt. Zusätzlich werden wir die Mitarbeiter in einer Betriebsversammlung über die nächsten Schritte informieren. Für die nächste Woche sind mit dem Betriebsrat außerdem weiterführende Gespräche zu einem Interessenausgleich und einem etwaigen Sozialplan vorgesehen.»


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